Groß Laasch: Studentenprojekt in Wismar präsentiert : DorfProjekt erlangt Hochschulreife

<strong>Bürgermeister Markus Lau</strong> erläutert die geplante Neugestaltung der Dorfmitte.<fotos>uwe köhnke</fotos>
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Bürgermeister Markus Lau erläutert die geplante Neugestaltung der Dorfmitte.uwe köhnke

Das Zentrum von Groß Laasch soll ab kommendem Jahr umgestaltet werden. Dabei ist das Kriegerdenkmal in den Mittelpunkt der Diskussion gerückt. Pläne, es auf einen anderen Platz zu rücken, sind gescheitert.

svz.de von
28. Juni 2012, 11:04 Uhr

gross Laasch | Das Zentrum von Groß Laasch soll ab kommendem Jahr umgestaltet werden. Dabei ist das Kriegerdenkmal in den Mittelpunkt der Diskussion gerückt. Pläne, es auf einen anderen Platz zu rücken, sind am Widerstand der Dorfbewohner, die um einen Identifikationspunkt in ihrer Gemeinde fürchten, gescheitert. 95 000 Euro sind für das Umgestaltungsprojekt vorgesehen. Über 77 000 Euro Fördermittel seien bereits zugesichert, so Bürgermeister Markus Lau.

Die Informationen stoßen am Dienstag auf großes Interesse bei der kreislichen Wettbewerbskommission. Groß Laasch bewirbt sich um die Auszeichnung im Vergleich "Unser Dorf hat Zukunft. Unser Dorf soll schöner werden". Es ist Besichtigungstag.

Das Besondere an dem Umgestaltungsprojekt: Die Laascher haben sich den Blick von außen in ihr Dorf geholt. Studenten der Hochschule Wismar waren im April zu einem Wochenend-Workshop in dem ihnen bis dato unbekannten Dorf und haben ihre Ideen zu Papier gebracht. Anschließend stellten sie ihre Modelle den Einheimischen vor und fanden große Resonanz (SVZ berichtete). Im Juni war eine Delegation von Groß-Laa schern an der Wismeraner Hochschule, um die weiterentwickelten Ideen in Augenschein zu nehmen. Darüber hinaus haben Laascher selbst ihre Gedanken zu Papier gebracht. "Aus der Summe der ganzen Vorstellungen liegt es nun an uns Groß-Laa schern, das herauszufiltern, was für uns brauchbar ist", erklärt Bürgermeister Markus Lau. So soll mit Unterstützung des Bauausschusses der Gemeindevertretung eine Präsentation der umsetzbaren Ideen vorbereitet werden. Die Bürgerbeteiligung sei ihnen ganz wichtig, unterstreicht Lau, denn eine breite Akzeptanz stärke die Identifikation mit dem Projekt.

"Ziel des Projektes der Studenten war es, den Karl-Moltmann-Platz zum ständigen Zentrum des Ortes zu machen, nicht nur zu Veranstaltungen. Wo man sich hinsetzen kann, wo man sich treffen kann, mit einer Bühne und der Ausdehnung zu einem ganzheitlichen Konzept unter Einbeziehung der angrenzenden Musikschule und des Jugendclubs", ergänzt Gemeindevertreterin Jacqueline Bernhardt. Man wolle dem Anspruch gerecht werden, "Kreativdorf" zu sein.

Und die Laascher sind so ehrgeizig, etwas haben zu wollen, was sie allein in weiter Umgegend besitzen. Solche Elemente, die ins Auge fallen, werden sich daher mit Sicherheit auf dem Karl-Moltmann-Platz wiederfinden. In dem Zusammenhang drückt der Bürgermeister die Hoffnung aus, dass alle privaten Eigentümer um den Moltmann-Platz herum ihre Verantwortung für das Dorfbild wahrnehmen.

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