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Schock zum Jahreswechsel : Dobbertin: Eigenheim in Flammen

vom
Aus der Redaktion der Zeitung für Lübz – Goldberg – Plau

Ein Küchenbrand in einem Dobbertiner Wohnhaus weitete sich rasend schnell aus. Zwei Bewohner mussten verletzt ins Krankenhaus eingeliefert werden. 85 Kameraden der umliegenden Wehren konnten das Niederbrennen des Hauses nicht verhindern.

Ein Großfeuer vernichtete am Montagabend in Dobbertin ein Einfamilienhaus (wir berichteten auf svz.de). Dabei wurden die Bewohner verletzt: Es war 19.15 Uhr, als die Kameraden der Feuerwehren in Dobbertin und Goldberg alarmiert wurden. Ein „Küchenbrand in einem Einfamilienhaus in der Goldberger Straße, zwei Personen sollen sich noch im Haus befinden“, hieß es. Schon bei der Anfahrt war klar, hier brauchen die Kameraden weitere Hilfe und so wurden die Feuerwehren in Diestelow und Wendisch Waren um 19.35 Uhr nachalarmiert. „Starker Rauch quoll aus dem Dachstuhl, wir brauchten vor allem Atemschutzträger“, meinte Ulf Maaß, der Goldberger Wehrführer. Da in der Region keine Drehleiter zur Verfügung steht, wurden zur gleichen Zeit auch die Sternberger Kameraden zu Hilfe gerufen.

In der Zwischenzeit waren auch die Rettungskräfte des DRK vor Ort. Sie kümmerten sich sogleich um die Bewohner des Hauses, die sich mittlerweile außerhalb des Gefahrenbereiches befanden. Das ältere Paar hatte sich nach ersten Informationen eine Rauchgasvergiftung zugezogen. Bei den weiteren Untersuchungen wurde bekannt, dass bei der Frau (64) leichte Brand- und bei dem Mann (75) sogar schwere Brandverletzungen festgestellt wurden. Beide kamen in das Güstrower Krankenhaus. Der Sohn (41) blieb unverletzt.

Die Kameraden kämpften derweil darum, das Haus sowie ein Nachbargebäude zu retten. Doch die Flammen griffen rasend schnell von der Küche auf den Dachstuhl über und starker Rauch zog über das Nachbargrundstück. „Dieser Rauch zog sogar in das dortige Gebäude und die Rauchmelder schlugen an. Wir haben die drei Bewohner dort ebenfalls evakuieren müssen, es drohte sonst hier auch eine Rauchgasvergiftung“, erzählte Tobias Kluth, der Dobbertiner Wehrführer und Einsatzleiter. Zum Glück gab es keine Probleme mit der Wasserversorgung, die örtlichen Hydranten lieferten den nötigen Druck. So konnte „aus allen Rohren“ das Wasser auf die Flammen gerichtet werden. 85 Kameraden waren mittlerweile vor Ort, doch das Feuer hatte sich schon im gesamten Dachstuhl ausgebreitet, so war ein Innenangriff aus Sicherheitsgründen anfangs nicht möglich. Mittels Wärmebildkamera war deutlich zu erkennen, wie weit sich das Feuer im Dachstuhl hinter den Dachpfannen ausgebreitet hatte. Von der Sternberger Drehleiter aus wurde das Dach geöffnet und das Löschwasser konnte direkt auf das Feuer gerichtet werden.

Derweil war Bürgermeister Dirk Mittelstädt vor Ort. Er kümmerte sich um die Unterbringung der evakuierten Bewohner. „Alle konnten vorübergehend bei Verwandten oder Freunden einquartiert werden. Für die beiden Verletzten suchen wir in der Gemeinde nach einer Lösung, denn sie können nach ihrem Krankenhausaufenthalt ihr Haus nicht mehr bewohnen“, so das Gemeindeoberhaupt.

Auch die Beamten des Kriminaldauerdienstes (KDD) der Polizeiinspektion Ludwigslust waren in der Nacht vor Ort und nahmen die Ermittlungen auf. Auch wenn am folgenden Silvestertag weitere Untersuchungen anstanden und ein Brandursachenermittler hinzu gezogen wurde, so scheint festzustehen, „dass der Brand durch eine Fahrlässigkeit in der Küche des Hauses entstanden ist“, so die Polizei in einer ersten Stellungnahme. Die Schadenshöhe wird mit rund 100 000 Euro angegeben.

Gegen Mitternacht war der Einsatz im Wesentlichen beendet und die Dobbertiner Kameraden übernahmen die Brandwache.


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erstellt am 01.Jan.2014 | 16:32 Uhr

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