Diestelow: 3000 Liter Gift ausgelaufen

Einen Feldweg runter war das Pflanzenschutzmittel gelaufen.
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Einen Feldweg runter war das Pflanzenschutzmittel gelaufen.

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30. Mai 2012, 07:50 Uhr

Diestelow | Gestern liefen 3000 Liter Pflanzenschutzmittel zwischen Diestelow und Goldberg auf die Straße und sickerten auch in einen Straßengraben. Eine Ackermaschine eines ortsansässigen Landwirtschaftsunternehmens war auf der Landesstraße havariert. Der mit 3000 Litern Pflanzenschutzmittel befüllte Tankanhänger lief vollständig aus. "Wir haben die Unfallstelle großräumig abgesperrt. Das Pflanzenschutzmittel ist sehr giftig", erklärte Polizeisprecher Klaus Wiechmann. Polizei und die Freiwillige Feuerwehr Goldberg waren seit dem Mittag im Einsatz.

Gegen 12 Uhr am gestrigen Tag brach die Achse einer Pflanzenschutzspritze, so dass der Tank beschädigt wurde und die gesamten 3000 Liter Pflanzenschutzmittel ausliefen. Die giftige Substanz verteilte sich auf der Straße und floss in einen angrenzenden Straßengraben und auf einen Feldweg. Die Freiwillige Feuerwehr Goldberg war mit sieben Kameraden im Einsatz. "Wir haben das Pflanzenschutzmittel gebunden, damit es nicht weiter in die angrenzenden Flächen läuft", so Einsatzleiter Ulf Maaß. Zusätzlich hat er sich mit der Herstellerfirma BASF in Verbindung gesetzt, um dort wichtige Hinweise zum Einsatzvorgehen zu erhalten. Mittlerweile war auch eine Mitarbeiterin des Staatlichen Amtes für Landwirtschaft und Umwelt aus Schwerin eingetroffen, ebenso der Leiter der Straßenmeisterei, Horst Ferber. Gemeinsam wurde entschieden, dass "der Boden im Bereich der Bankette sowie des Straßengrabens ausgetauscht werden muss", so Ferber. Auch ein Teil Boden des angrenzenden Feldweges muss ausgetauscht werden.

Diese Arbeiten übernahm ein Spezialunternehmen aus Schwerin. Der abgetragene Boden wird als Sondermüll behandelt und bedarf einer entsprechenden Behandlung. "Wir bemühen uns, den Teil am Fahrbahnrand so schnell wie möglich frei von den Schadstoffen zu bekommen, damit der Verkehr wieder rollen kann", meinte das Bergungsunternehmen. Zu Redaktionsschluss dauerten die Arbeiten noch an.

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