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Rück- und Ausblick : „Diese Leistung kann sich sehen lassen“

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Aus der Redaktion der Zeitung für Lübz – Goldberg – Plau

Lübz’ Bürgermeisterin schätzt 2013 als „sehr bewegt“ ein. Die Schulsanierung ist im neuen Jahr zentrales Bauprojekt. Der Einsatz von Ehrenamt ist für Gudrun Stein unverzichtbar.

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erstellt am 07.Jan.2014 | 08:00 Uhr

Als „sehr bewegt“ bezeichnet Bürgermeisterin Gudrun Stein das gerade zuende gegangene Jahr. Ganz oben stehe der bundesweite sportliche Städtewettbewerb „Mission Olympic“, bei dem die Finalteilnahme von Lübz seit November 2012 feststand. Der Event am 31. Mai und 1. Juni endete mit dem zweiten Platz. „Was die Organisatoren dieses Ereignisses mit der unkomplizierten Unterstützung zahlloser Vereine und Verbände – auch von außerhalb – auf die Beine gestellt haben, kann sich sehen lassen!“, so die Verwaltungs-Chefin. „Ich hätte dies nicht für möglich gehalten und bin begeistert.“ Noch beeindruckender sei, alle Altersgruppen motiviert zu haben. Es sei leicht gewesen, ein Wir-Gefühl in der Stadt zu spüren: „In kleiner Runde haben wir die Lage oft mit der Stimmung zur Fußball-WM 1990 in Deutschland verglichen – Wahnsinn! Dafür an dieser Stelle mein Dank an alle Unterstützer – von der Kita bis zum Seniorenpflegeheim.“ Als Gesamtheit werde es das Ereignis nicht noch einmal geben, doch man werde einzelne Bestandteile als Ergänzung zum Beispiel für das Stadt- und Mai-Sportfest nutzen.

2013 habe man außerdem entscheidende Fortschritte zur Sicherung der Qualität des Schulstandortes Lübz gemacht, was sich unter anderem mit dem ersten Spatenstich für die Errichtung des Grundschul-Anbaus zeigte. Mit Fördergeldern aus dem Landwirtschaftsministerium wurden zudem unter anderem die Busschleife erneuert und Parkplätze für die Musikschule sowie die Turnhalle geschaffen.

Die Grundschüler sollen im März in ihr dann saniertes Gebäude wechseln, wodurch die Räume hergerichtet werden können, in die möglichst Ende des Schuljahres 2014/2015 die Regionale Schule einziehen soll (ehemalige Karl-Marx-Oberschule). Nach Ende aller Arbeiten ist vorgesehen, die ehemalige Lenin-Schule abzureißen. Ihr Abbruch noch nicht eingerechnet, liegen die Kosten für das Projekt bei insgesamt mehr als sieben Millionen Euro.

Die vom Straßenbauamt Schwerin in Auftrag gegebene Sanierung der Plauer Chaussee (die Stadt ist hier an den Kosten mit Gehweg und Straßenbeleuchtung beteiligt) als weiteres zentrales Bauprojekt im vergangenen Jahr sei schon von der Logistik her eine Herausforderung gewesen: Die Verkehrsführung musste gelöst werden. Dazu diente eine neu geschaffene Behelfsausfahrt an der B 191 auf Höhe des Gymnasiums, um den Stadtbereich zu entlasten. „Toll, was darauf geworden ist, und wir sind glücklich, dass noch in diesem Jahr alles fertig geworden ist“, so Gudrun Stein. Nachdem es sich letztlich nicht hatte vermeiden lassen, den verstärkten Ernteverkehr mit naturgemäß schweren Fahrzeugen umzuleiten und gleichzeitig eine Großbaustelle zu unterhalten, sei die Bürgermeisterin froh darüber, mit wie viel Geduld Einwohner die Belastungen hinnahmen: „Das ist nicht selbstverständlich.“

Erfreulich sei zudem, dass die Straße von der B 191 bis Wessentin ausgebaut wurde. Wichtig war, die zugesagten Fördermittel bis Jahresende zu verbauen, weil sonst die Gefahr besteht, dass sie verloren sind.

In Aussicht gestellt sei auch Unterstützung für den Ausbau der Broocker Badestelle und die Schule. „Aber fest steht, dass wir künftig kürzer treten müssen“, sagt Gudrun Stein. „Auch wir befinden uns an den Grenzen unserer finanziellen Belastbarkeit.“ Dennoch müsse man ebenfalls positive Entwicklungen wie etwa den Bau der Kunstschule am Ziegenmarkt als großartige Besonderheit erkennen und entsprechend schätzen.

Der Fusion von Lübz und Lutheran haben Gemeinde- wie Stadtvertretung zugestimmt. Jetzt bleibe zu hoffen, dass der Amtsausschuss auf seiner Sitzung am 15. Januar ebenso verfährt.

„Wir sind nicht glücklich, wenn wir dazu gezwungen sind, zum Beispiel Steuerhebesätze zu erhöhen und die Menschen dadurch immer mehr zu belasten“, so die Bürgermeisterin. „Das motiviert Ehenamtler nicht, aber trotzdem bleibt an erster Stelle, miteinander zu reden, gemeinsam nach Lösungen zu suchen und Engagement folgen zu lassen. Auch bei der Bahn.“

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