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Verkehrsstatistikgerät gestohlen : Diebe schaden Suckows Einwohnern

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Das mit für mehr Wohnqualität sorgendes Verkehrsstatistikgerät in Suckow wurde am vergangenen Wochenende gestohlen. Man hofft jetzt auf eine anonyme Rückgabe. Eine Neuanschaffung ist fraglich.

svz.de von
erstellt am 23.Aug.2012 | 06:54 Uhr

suckow/lübz | So ganz glauben will er es immer noch nicht, aber die Realität ist: Thomas Rosenfeldt, Leiter des Bürgeramtes im Amt Eldenburg Lübz, muss hinnehmen, dass Unbekannte in der Zeit von Freitagabend bis Sonnabendvormittag vergangener Woche das Verkehrsstatistikgerät in Suckow gestohlen haben. "Ich frage mich: Wer braucht so etwas? Damit kann niemand etwas anfangen", sagt er. Da in den ersten Tagen nach der Tat keine Spur zu der entwendeten Technik führte, nun der Versuch, den Zustand vielleicht auf diesem Wege zu ändern.

Nicht nur die Auswahl der Beute verwundert. Das Gerät war an einem an der Straße stehenden Pfahl befestigt und mit Schlössern gesichert. "Die fachgerechte Demontage muss einen längeren Zeitraum in Anspruch genommen haben, so dass durchaus die Möglichkeit besteht, dass die Täter gesehen wurden", sagt Rosenfeldt. "Meine Hoffnung ist, dass Leute, die etwas beobachtet haben, sich bei uns beziehungsweise der Polizei melden oder - noch besser - das Gerät anonym zu uns gebracht wird."

Der 26 Zentimeter breite, 30 Zentimeter hohe und 17 Zentimeter tiefe Kasten aus hellgrauem, glasfaserverstärktem Kunststoff gehört dem Amt Eldenburg Lübz. Bezahlt haben ihn alle 15 zu ihm gehörenden Gemeinden. Angeschafft wurde es vor rund einem Jahr, um aufzuzeichnen, in welchem Zeitraum welche Art von Fahrzeugen und wie viele von ihnen wie schnell an einem bestimmten Ort unterwegs sind. Messbereich: Ein bis 255 Kilometer in der Stunde. "Alles völlig anonym - man erkennt nur, ob es ein Zweirad, Auto oder Lkw war, woraus sich Rückschlüsse auf die Belastung vor allem durch Lärm ziehen lassen", sagt Rosenfeldt. Genau dies war auch der Grund dafür, das Gerät in Suckow aufzustellen, wo es nicht einmal eine Woche hing. Viele Einwohner des Ortes hatten sich verstärkt darüber beklagt, dass aus Richtung Autobahn kommende Fahrer oft in den Ort hineinrasen. "Anliegen war nun, die Belastung zu belegen", so der Amtsleiter. "Die Zahlen allein sind zwar oft nicht gerichtsfest, aber Voraussetzung, um zum Beispiel mit Anträgen auf Geschwindigkeitsbegrenzung eine Chance zu haben. Geschadet wurde also in erster Linie der Bevölkerung."

Wenn sich die Hoffnung nicht erfüllt, dass der Apparat vielleicht anonym abgegeben wird, sei Ziel, ein neues Gerät anzuschaffen, um Lebensqualität auch weiterhin verbessern zu können. Hinsichtlich eines Ersatzes müsse das Amt jedoch die Gemeinden befragen, wie sie dazu stehen. Angesichts der momentanen, allgemein desolaten Haushaltslage seien die Chancen nicht besonders gut.

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