Broock : Die Vogtländer sind zurück

Seit Jahren ein eingespieltes Team am Broocker Strandbad: Angelika, Karl-Heinz (l.) und Randolf Beck.
Seit Jahren ein eingespieltes Team am Broocker Strandbad: Angelika, Karl-Heinz (l.) und Randolf Beck.

Saisonbeginn am Kritzower See: Pächter des Broocker Strandbades bekommt erneut Unterstützung von seiner Familie aus Sachsen

svz.de von
23. Mai 2018, 21:00 Uhr

Es waren acht, vielleicht neun Tage, an denen im vergangenen Sommer das Strandbad-Geschäft am Kritzower See so richtig rund lief. Sie hatten es gar nicht so recht glauben können und hofften, 2017 würde wenigstens besser werden als das Vorjahr. Und dann, ausgerechnet zur Ferien- und Haupturlaubszeit, habe das dreiköpfige Team vom Broocker Strandbad bei Temperaturen von etwa 14 Grad Celsius da gesessen wie bestellt und nicht abgeholt. Der Regensommer lockte die Wenigsten ins kühle Nass des Kritzower Sees. „Hier passierte gar nichts. Es war wirklich grausam“, erinnert sich Pächter Randolf Beck.


Zur Badesaison aus Sachsen angereist

 

Nun klopft der neue Sommer mit aktuellen Temperaturen um die 23 Grad Celsius an die Tür und Familie Beck steht in den Startlöchern. Das vierte Jahr in Folge reisten Angelika und Karl-Heinz Beck aus dem sächsischen Vogtland an, um Randolf Beck in den Sommermonaten tatkräftig zu unterstützen. Karl-Heinz Beck ist ganze zehn Jahre älter als sein Bruder und fungiert als Platzwart auf dem Freibadgelände. Seine Frau Angelika ist die gute Seele vom Strandkiosk und kümmert sich zudem um die Sauberkeit der Sanitäranlagen.

Von Mai bis September leben die beiden Rentner auf engsten Raum in einer kleinen Hütte, inmitten des Freibadsgeländes. Während sie die kalte Jahreszeit in den heimischen Bergen verbringen, genießen sie die Vorzüge der Sommerzeit im mecklenburgischen Flachland. Angelika und Karl-Heinz Beck sind Wahl-Sachsen mit mecklenburgischen Wurzeln. Vor Jahrzehnten verschlug es beide ins Bergische, allerdings pochen ihre Herzen für die heimatlichen Gefilde. „Die Natur, die Landschaft, der Spaß an der Arbeit - das alles hält uns fit und in Bewegung“, schwärmt Karl-Heinz Beck gegenüber der SVZ. Ans Aufhören denke er nicht, fügt er hinzu.

In ihren Jobs gehen Angelika und Karl-Heinz Beck auf. „Es ist schön, auch im Alter noch gebraucht zu werden“, sagt die Kioskchefin. In der Lübzer Region sind die Vogtländer bekannt wie beliebt. Es spräche sich schnell rum, wenn sie zu Saisonbeginn angereist kommen. Andersherum habe es auch schon Tränen des Abschieds gegeben, als das Strandbad im Herbst seine Pforten schloss.

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