Goldberg : Die Uhu-Dame hat alles fest im Blick

Eine siebenjährige Uhu-Dame aus dem Güstrower Natur- und Umweltpark. Fotos: michael-günther bölsche
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Eine siebenjährige Uhu-Dame aus dem Güstrower Natur- und Umweltpark. Fotos: michael-günther bölsche

Neue Ausstellung im Natur-Museum eröffnet

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22. September 2015, 12:09 Uhr

Während des herbstlichen Museumsfestes in Goldberg wurde traditionell wieder eine Ausstellung eröffnet. Diesmal sind es Fotos von Klara und Dieter Winter aus Hamburg und Heinz Kriesel aus Kläden sowie Zeichnungen von Janine Liebscher aus Hohenfelde, die Wildtiere unserer Region zeigen. Doch es sind nicht nur Tierfotos auf Hochglanzpapier, es ist eine Reminiszenz an einen Verein, den es seit drei Jahren nicht mehr gibt und der sich in mehr als zehn Jahren um verwaiste und verletzte Wildtiere kümmerte. Dieser Verein betrieb einst die Naturkundliche Station in Kläden bei Dobbertin und war die SOS-Station für verletzte und verwaiste Wildtiere.

Unter dem Motto „Wildlebende Tiere in Menschenhand“ ist mit etlichen Fotos diese Arbeit sehr eindrucksvoll dokumentiert. „Immerhin haben wir in den zehn Jahren Vereinsexistenz 5137 Tiere aufgenommen und davon wurden 4588 nach Heilung und Pflege wieder ausgewildert“, so Heinz Kriesel, der die Station betreute. 231 Tiere sind trotz aller Bemühungen verendet und 318 waren in der freien Natur nicht überlebensfähig und wurden Zoos und Tierparks übergeben. Die Tierarten waren sehr vielschichtig, von Rehen, Eichhörnchen, Eisvogel bis hin zu Schwalben Seeadler, Kranich und Störchen bis hin zur Kalifornischen Kettennatter reichten die Fundtiere, die in Kläden vorübergehend aufgenommen wurden.

Aus finanziellen Gründen existiert dieser Verein und damit diese Station für Wildtiere nicht mehr. Interessiert betrachteten die Besucher der Vernissage die Bilder, die zeigten, wie ein Eisvogel gefüttert, ein Rehkitz die Milch bekommt oder Schleiereulen auf die Auswilderung vorbereitet werden. Allgemein wurde dieser sehr intensiven und nicht leichten Arbeit für die Natur Lob und Achtung gezollt und zugleich bedauert, dass es so eine Station nicht mehr gibt. „Nur noch in Notfällen am Wochenende oder so, da helfe ich noch und organisiere Hilfe über das zuständige Landesamt“, sagte Kriesel.

Ergänzt werden die Fotos durch Zeichnungen der Hobbykünstlerin Janine Liebscher aus Hohenfelde, die mit Bleistift etliche Porträts zum Beispiel vom Tiger, Wolf und Pferd beisteuerte. Einige Tierpräparate des Natur-Museums vervollständigten diese Ausstellung, die noch bis Ende des Jahres zu den Öffnungszeiten des Museums zu sehen ist.

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