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Bürgerinitiative und Stadtverwaltung sind sich sicher: : Die Plauer Nordumgehung kommt

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In Plau am See herrscht Verwirrung und Unmut. Grund ist der SVZ-Artikel "Jetzt für Ortsumgehung kämpfen", in dem Volker Schlotmann aufruft, an einer Bürgerbeteiligung bezüglich der Ortsumgehungen teilzunehmen.

svz.de von
erstellt am 04.Aug.2013 | 06:53 Uhr

Plau Am See | Seit Donnerstag herrscht in Plau am See Verwirrung und Unmut. Grund ist der SVZ-Artikel "Jetzt für Ortsumgehung kämpfen", in dem Infrastrukturminister Volker Schlotmann aufruft, an einer öffentlichen Bürgerbeteiligung im Internet bezüglich der Ortsumgehungen teilzunehmen. Doch für die Nordumgehung im Luftkurort haben die Plauer, allen voran die Bürgerinitiative (BI) "Lkw-Fern- und Schwerlastverkehr raus aus unserem Luftkurort Plau am See", bereits eindeutige Ergebnisse vorliegen, weshalb es zu Missverständnissen gekommen ist. "Die Nordumgehung kommt. Da sind wir uns sicher. Derzeit liegen die Planungs unterlagen zum Bau der Nordumgehung beim Bundesministerium. Wir warten nur darauf, dass diese mit dem ,Gesehen-Vermerk zurückgeschickt werden", erklärt Plaus Bauamtsleiter Klaus Baumgart. Wenn das passiert ist, können alle weiteren Voraussetzungen für einen baldigen Bau geschaffen und das Planfeststellungsverfahren kann eröffnet werden.

Doch es geht nicht allein um eine Nordumgehung im Luftkurort, sondern auch um eine Südumgehung. "Hier muss aufgepasst werden. Die Nord- und die Südumgehung sind zwei verschiedene paar Schuhe", verdeutlicht Dietmar Villwock, Vorsitzender der Plauer BI. "Die Nordumgehung ist im Bundesverkehrswegeplan 2003 mit einem ,vordringlichen Bedarf vermerkt, die Südumgehung nur mit einem weiteren", verdeutlicht Villwock weiter. Hinzu kommt, dass derzeit am Bundesverkehrswegeplan 2015 gearbeitet wird, wenn dies abgeschlossen ist, löst dieser den BVWP 2003 ab. Bis dahin gilt der Plan von 2003 und der ist beschlossene Sache. "Die Bürgerbeteiligung im Internet zielt auf den Bundesverkehrswegeplan ab 2015 ab. Wie das ganze abläuft, finde ich diskriminierend. Es kann nicht sein, dass alles nur noch im Internet abgewickelt wird. Wie bei facebook mit Gefällt-mir oder nicht. Viele Bürger haben kein Internet und können demnach nicht an der Diskussion im Ministerium teilnehmen", kritisiert BI-Vorsitzender Villwock die Vorgehensweise des Infrastrukturministers Volker Schlotmann.

Seit gut einem halben Jahr liegen die Unterlagen zur Prüfung im Bundesverkehrsministerium in Berlin. "Wenn diese zurück sind, können einige Firmen anfangen", erklärt Bauamtsleiter Klaus Baumgart. Denn einige Grundstücke in der Stadt liegen direkt in der Trasse. Da müssen Gespräche geführt werden. "Stadt, Verwaltung, Bürger und vor allem die Bürgerinitiative arbeiten sehr gut bezüglich der Nordumgehung zusammen", so Baumgart weiter. Wegen der Südumgehung wollen die Verantwortlichen in der Stadt sich jetzt auch wieder in Bewegung setzen. "Eigentlich wurde die Südumgehung vom Bund aus dem Plan gestrichen. Das ist unser Stand der Dinge", erläutert Dietmar Villwock. "Aber wenn der Minister sagt, wir sollen uns beteiligen, wenn wir auch diese Ortsumgehung haben wollen, werden wir das tun", verdeutlicht er weiter. In den kommenden Tagen wird der BI-Vorsitzende alle Plauer informieren, um an der derzeitigen Diskussion teilzunehmen. "Ich bin stolz auf unsere Arbeit in der Stadt, wie weit wir nach 20 Jahren kämpfen für die Nordumgehung, gekommen sind, und dass es wohl schon 2014 mit dem Bau des ersten Kreisverkehres zwischen Plau und Klebe kommt", sagt Klaus Baumgart. "Wir wollen auch die Südumgehung", wirft Villwock hinterher.

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