Volkstrauertag : Die Hoffnung bleibt

Gestecke zum Volkstrauertag am Gedenkstein im Lübzer Stadtpark.  Fotos: sabrina panknin
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Gestecke zum Volkstrauertag am Gedenkstein im Lübzer Stadtpark. Fotos: sabrina panknin

Gedenken zum Volkstrauertag im Stadtpark Lübz

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16. November 2015, 12:30 Uhr

„Die Toten mahnen die Lebenden den Opfern von Krieg und Gewalt“ – sieben Gestecke liegen seit gestern am Gedenkstein im Lübzer Stadtpark. Es war Volkstrauertag. Pastor Enrico Koch und Bürgermeisterin Gudrun Stein gedenken gemeinsam mit Bürgern, politischen Vertretern, der Freiwilligen Feuerwehr der Stadt Lübz sowie von Vereinen und Verbänden nicht nur den Opfern der beiden Weltkriege im vergangenen 20. Jahrhundert, sondern auch den heutigen Opfern von Krieg, Tod, Elend und Terrorismus.

Afghanistan, Somalia, Kosovo – das sind nur drei Einsatzgebiete, in denen derzeit Soldaten der Bundeswehr im Einsatz sind. Im Einsatz gegen Gewalt und Terror. „Die Bundeswehr ist zur Einsatzarmee geworden“, mahnt Pastor Koch. Viele der Soldaten sterben im Einsatz oder töten sich selbst. Auch daran wolle er erinnern und an die Verstorbenen sowie die Hinterbliebenen gedenken. „Der Krieg hat noch immer das Gesicht des Todes und des Leides. Einen sauberen Krieg ohne Blutvergießen wird es wohl nie geben.“ Doch der Volkstrauertag sei nicht nur ein Tag der Erinnerung, sondern auch ein Tag des Danks. „Ich danke Gott, dass wir seit 70 Jahren in Frieden leben können“, schließt der Pastor seine kurze Ansprache zum Volkstrauertag.

Verfolgt und getötet aufgrund des Glaubens, der Rasse, der Minderheit, der die Menschen angehören, der Krankheit, an der Menschen leiden, der Behinderung. „Wir gedenken auch den Menschen, die wegen ihres Widerstandes gegen Gewaltherrschaft verfolgt werden. Und an die Verstorbenen von heute, die Opfer von Hass und Terrorismus geworden sind“, so Bürgermeisterin Gudrun stein. Doch eines bleibe – die Hoffnung auf Versöhnung.

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