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Nordumgehung Plau am See : Die erste Hürde ist genommen

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Kleiner Sieg für die Initiative „Lkw-Fern- und Schwerlastverkehr raus aus unserem Luftkurort Plau am See“: Die Planungsunterlagen zum Bau der Plauer Nordumgehung sind an den Bund geschickt worden.

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erstellt am 18.Okt.2012 | 07:36 Uhr

Plau am See | Die Planungsunterlagen zum Bau der Plauer Nordumgehung, die Bestandteil des Bundesverkehrswegeplans ist, sind vom Land an den Bund geschickt worden. Darüber informierte Dietmar Villwock, Sprecher der Bürgerinitiative "Lkw-Fern- und Schwerlastverkehr raus aus unserem Luftkurort Plau am See", den Vorstand der Bürgerinitiative, den Bürgermeister Norbert Reier, den Bürgervorsteher Klaus Bendel und die drei Fraktionsvorsitzenden der Plauer Stadtvertretung Rüdiger Hoppenhöft (CDU), Anke Pohla (SPD) und Dr. Uwe Schlaak (Die Linke) während einer Beratung am Montagabend. "Die Bürgerversammlung, die über 2000 Unterschriften und das Nachhaken von Landtags- und Bundestagsabgeordneten haben dazu geführt, dass sich das Landesministerium bewegt hat. Darauf haben wir Jahre gewartet", freute sich Villwock.

Dr. Rainer Kosmider, Abteilungsleiter Verkehr des Landesministeriums für Energie, Infrastruktur und Landesentwicklung, hatte zuvor bei einem Gespräch mit Reier und Villwock im Auftrag von Energieminister Schlotmann zugesichert, dass das Vorhaben Ortsumgehung beim Verkehrsministerium den notwendigen Stellenwert behalten und an der weiteren Planung bis zum Abschluss des Planfeststellungsverfahrens kontinuierlich gearbeitet wird. Nun ist dieses wichtige Etappenziel im Kampf um den langersehnten Baubeginn erreicht - beim Bundesministerium werden die Unterlagen geprüft und bearbeitet. Das könnte etwa ein halbes Jahr in Anspruch nehmen, dann sollen sie mit dem Gesehenvermerk zurück zum Landesverkehrsministerium geschickt werden. "Mit entsprechender Bestätigung vom Bund wäre dann eine wichtige Hürde zur Eröffnung des Planfeststellungsverfahrens genommen", erläuterte Reier. Und Villwock ergänzte: "Das ist das Ergebnis der vielfältigen Aktivitäten vor allem der Bürgerinitiative". Dass der Verkehrsstrom durch die Schulstraße enorm ist, belegt eine kleine Verkehrszählung, die von Schülern durchgeführt wurde. Am 17. September von 11.40 bis 12.25 Uhr wurden in Höhe der Kantor-Ehrich-Schule 101 Lkw (deren Lärmpegel zwischen 80 und 101 Dezibel lag) und 72 Pkw erfasst. Einen Tag später zur gleichen Zeit am gleichen Ort waren es 112 Lkw und 192 Pkw. Nun hoffen die Plauer Akteure drauf, dass die Unterlagen beim Bund schnell bearbeitet werden. Villwock versprach: "Wir von der Bürgerinitiative werden den weiteren Weg der Planung politisch begleiten, damit die Plauer durch die Umgehungsstraße Entlastung vom Verkehrslärm bekommen. Mit dem Ministerium ist ein kontinuierlicher Austausch und ein weiteres Gespräch nach Rückgang der Unterlagen vom Bundesverkehrsministerium verabredet."

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