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Die Schlehenfrucht : Die blaue Allzweckwaffe vom Wegesrand

vom

Heute starten wir unsere neue Kneipp-Serie zu Ernährung und Kräutern mit einem Frühlingsboten: Dem Schlehdorn. Bekannt geworden ist die Schlehenfrucht als dezente Verdauungs-Muntermacherin.

svz.de von
erstellt am 03.Apr.2013 | 05:00 Uhr

Plau Am See | Kneippen heißt nicht nur Wasser- oder Tautreten. Dahinter verbirgt sich viel mehr, wie Beate Möller die Leiterin des Kneipp-Kompetenzzentrums in Plau am See weiß. "Seit 2005 bin ich für den Kneipp-Bund in ganz Mecklenburg-Vorpommern unterwegs, und darüber hinaus ebenfalls", erzählt Beate Möller. Für die gesundheitsbewusste Leiterin ist Kneipp eine tolle Sache, hat es doch für jedes Wehwechen eine Lösung. Schon Pfarrer Sebastian Kneipp, auf den die zahlreichen Anwendungen zurückgehen, wusste warum ein gesundes Leben nur im Einklang mit der Natur funktioniere.

Beate Möller wünscht sich schon seit vielen Jahren, dass das Kneippen auch in Plau am See mehr angenommen wird. "Wir wollten eigentlich Plau zu einem Kneipp-Kurort machen, aber mittlerweile sind wir davon weit entfernt. Kleinere Orte wie Feldberg oder Göhren sind uns da schon meilenweit voraus", verdeutlich die Leiterin. Doch sie gibt nicht auf. Erst kürzlich konnte in Wöbbelin die erste Kneipp-Schule eingeweiht werden. Darüber freut sich die Leiterin des Plauer Kneipp-Kompetenzzentrum besonders. Will sie doch erreichen, dass nicht nur ältere Menschen sich für Kneipp interessieren. Dennoch brauchen auch die vier Kneipp-Senioren-Einrichtungen immer wieder neues und vor allem geschultes Personal. "Wir bilden auch Gesundheitstrainer in Rostock aus, Schwerpunkt für die Senioren-Einrichtungen. Wer Interesse hat, kann sich jederzeit bei uns melden", verdeutlicht Beate Möller.

Seit dem vergangenen Jahr haben wir einige Kneipp-Anwendungen vorgestellt wie das Armbad, der Wechselschenkelguss oder den Quarkwickel. Vom Tau- und Wassertreten ganz zu schweigen: Die Anwendungen nach Sebastian Kneipp kommen an. "Ich wurde schon sehr oft auf die Kneipp-Anwendungen in der SVZ angesprochen, das kommt gut an", berichtet Beate Möller. Doch diese Anwendungen bilden nicht allein das große Universum des Kneippens. "Da gibt es noch eine Menge mehr", verspricht Beate Möller. Denn wie sagte Pfarrer Sebastian Kneipp einst: "Die Natur ist die beste Apotheke". Deshalb werden wir in den kommenden Monaten mit der SVZ-Serie weitermachen. Doch dieses Mal stehen keine Anwendungen im Vordergrund, sondern die Ernährung nach Kneipp, mit vielen Kräutern und Tipps rund ums gesunde Leben.

Auch wenn es draußen noch winterlich erscheint, der Frühling steht dennoch in seinen Startlöchern. Deshalb starten wir heute unsere neue Kneipp-Serie zu Ernährung und Kräutern mit einem Frühlingsboten: Dem Schlehdorn. Bekannt geworden ist die Schlehenfrucht als dezente Verdauungs-Muntermacherin. Wurde sie früher doch im März und April geerntet, um die weißen Blüten für die "Blutreinigung" zu verwenden. Denn die Schlehe regt die Ausscheidungsfunktionen in Leber, Niere und Darm an. Schon Pfarrer Sebastian Kneipp schwor auf die Schlehenfrucht als dezentes Abführmittel und empfahl dieses Mittelchen für jede Hausapotheke: "Als Magenmittel, als reinigendes und stärkendes, kann ich diesen Tee bestens empfehlen", so Sebastian Kneipps Urteil.

Doch nicht nur für den Darmtrakt des Körpers ist die Frucht ein Heilmittel, sondern auch als Tee aus getrockneten Blüten wirkt die Frucht bei Entzündungen im Mund- und Rachenraum. Doch wer die Frucht nicht nur als Heilmittel verwenden will, kann aus den dunkelblauen Früchten später leckere Schnäpse, Liköre, Mus oder Marmeladen zaubern. Denn wenn die Pflanze einmal kräftig Frost abbekommen hat, schmeckt sie gut, herb und ein bisschen säuerlich. Auch Naturschützer empflehen die Schlehe als gute Heckenpflanze im Winter, denn sie bietet Vögeln auch im Winter viel Nahrhaftes.

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