SVZ-Serie stellt Kneipp-Anwendungen vor : Der Wellnessurlaub aus dem Wasserhahn

Frischekick für den Kreislauf: SVZ-Volontärin Nadja Hoffmann testet das Kneippsche Armbad. Antje Bernstein
Frischekick für den Kreislauf: SVZ-Volontärin Nadja Hoffmann testet das Kneippsche Armbad. Antje Bernstein

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19. September 2012, 05:37 Uhr

Plau am See | Wir machen Sie fit für den Herbst. Mit unseren Tipps wird Ihr Bad zum Gesundheitszentrum. Gemeinsam mit dem Kneipp-Kompetenzzentrum Plau am See stellen wir Ihnen in den kommenden Wochen Anwendungen vor, mit denen Sie in wenigen Minuten viel für ihre Gesundheit tun können. Heute fällt der Startschuss für die Kneipp-Visite.

Dem Kneippen haftet das Altherren-Image seines Erfinders an. Zu Unrecht, wie Beate Möller vom Kneipp-Kompetenzzentrum in Plau am See sagt. "Kneippen ist mehr als nur Wassertreten", sagt sie. Vielmehr bieten die vielfältigen Anwendungen die Möglichkeit, die Gesundheit zu stärken und die eigenen Abwehrkräfte zu unterstützen. Beate Möller setzt auf Prävention. "Es ist wichtig, etwas für die Gesundheit zu tun, bevor man krank wird. Viele werden aber erst aktiv, wenn es zu spät ist", sagt sie. Mit unserer Gesundheitsserie wollen wir Ihnen, liebe Leser, zeigen, wie einfach Kneippen ist. Im ersten Teil bringen wir Ihren Kreislauf auf Trab - mit einem Armbad.

Das Armbad

Setzen Sie sich bequem und aufrecht an Ihr Waschbecken im Badezimmer (noch besser ist natürlich ein richtiges Kneipp-Armbad). Füllen Sie es mit gut warmem Wasser. Tauchen Sie beide Arme bis zur Mitte der Oberarme ein. Bleiben Sie so sitzen, bis Ihnen wohlig warm ist, und achten Sie auf eine bequeme Haltung. Nach dem Armbad empfiehlt sich, den rechten und linken Arm, so weit sie im Wasser waren, kurz mit kaltem Wasser zu begießen. Arme abtrocknen.

Eine Abwandlung ist das Wechselarmbad: ein Mittel bei Kreislauf- und Durchblutungsstörungen, Arthrose, Atemwegskrankheiten, chronisch kalten Hände oder Erschöpfung. Dafür brauchen Sie zwei Armbecken. Eins füllen Sie mit kaltem Wasser, das andere mit warmem. Mach Sie weiter wie oben beschrieben, und tauchen Sie die Arme dann für wenige Sekunden ins kalte Wasser. Den Vorgang zweimal wiederholen (also kalt aufhören). Arme hinterher nicht abtrocknen, nur abstreifen; warm anziehen, zur Wiedererwärmung entweder bewegen oder Sie gönnen sich eine halbe Stunde Bettruhe - das ist Wellness pur und Mini-Urlaub zu Hause.

Wichtiger Hinweis: Kneipp-Anwendungen sollten Sie in jedem Fall nur nach Rücksprache mit dem Arzt nehmen.

Ansteigendes Armbad

So entlasten Sie Ihren Kreislauf und stärken Ihr Abwehrsystem. Das Armbad ist eine beliebte Kneipp-Anwendung zur allgemeinen Verbesserung der Gesundheit. Es kostet nichts, denn Sie können es daheim im Waschbecken machen. Besonders günstig wirkt es bei Herz- und Blutdruckproblemen. Auch auf Migränegeplagte oder Rheumapatienten hat es wohl tuende Wirkung.

Und so geht’s: Sorgen Sie für angenehm warme Luft im Zimmer, Frieren vermeiden. Setzen Sie sich bequem, möglichst aufrecht vor das Becken und füllen Sie es mit hautwarmem Wasser. Versenken Sie die Hände und Arme bis über die Ellbogen im Wasser und steigern Sie die Temperatur in den nächsten 15 bis 20 Minuten bis richtig schön heiß (bis 39° C.). Danach Wasser abstreifen und für eine Viertel- bis eine halbe Stunde ins Bett - das entspannt weit mehr als ohne Armbad! (Vorsicht ist geboten bei: Venenleiden, Lähmungen oder Lymphproblemen in den Armen).

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