Von Wiedereinsteigern : Der Weg zurück ins Berufsleben

Eine Fotoausstellung zeigt, wie Wiedereinsteigerinnen Familie und Beruf unter einen Hut bekommen. Bis zum 30. September ist die Reihe im Lübzer MGH zu sehen.
Eine Fotoausstellung zeigt, wie Wiedereinsteigerinnen Familie und Beruf unter einen Hut bekommen. Bis zum 30. September ist die Reihe im Lübzer MGH zu sehen.

Ausstellung „Erfolgsmomente - eine Frage der Perspektive“ im Lübzer Mehrgenerationenhaus

svz.de von
15. September 2017, 12:00 Uhr

Anja Koop ist alleinerziehend und arbeitet bei einer Hotelkette in Hamburg als Managerin. Kerstin Jenß ist ihre eigene Chefin in einer Praxis für Entspannungstherapie. Birgit Erdmann ist als Ergotherapeutin beschäftigt. Alle drei Frauen aus Schwerin und Umgebung suchten nach einer beruflichen Auszeit eine Perspektive für den Wiedereinstieg.

Seit acht Jahren begleitet der Träger IMBSE, das Institut für Modelle beruflicher und sozialer Entwicklung, in der Landeshauptstadt innerhalb des Programms „Perspektive Wiedereinstieg - Potentiale erschließen“ des Familienministeriums und der Arbeitsagentur, Frauen wie Männer, die nach einer Auszeit zurück in den Beruf wollen. Im Rahmen des von Mitteln des Europäischen Sozialfonds geförderten Programms ist eine Wanderausstellung entstanden, die seit 2016 an wechselnden Orten in Schwerin und Umgebung aushängt. Seit August ist die Fotoschau im Lübzer Mehrgenerationenhaus (MGH) zu sehen.

Die Bilderreihe unter dem Titel „Erfolgsmomente - eine Frage der Perspektive“ zeigt den erfolgreichen Werdegang der oben genannten Frauen. Ihre individuellen Geschichten sollen Mut machen, nach einer längeren Pause den Weg zurück ins Berufsleben zu wagen. Denn auf Grund von Geburten eines oder mehrerer Kinder oder bei der Pflege von Angehörigen nehmen vor allem Frauen eine Auszeit. Der Gang zurück in den Berufsalltag gestaltet sich dann oft schwer. Offene Fragen der Vereinbarkeit von Beruf und Familie sind zu klären. Oft ist eine berufliche Neuorientierung notwendig.

Nicht nur die abgebildeten Frauen kommen aus der Region, auch die Bildurheber stammen aus dem Norden: „Die Fotos haben Studenten der Hochschule Wismar gemacht, die innerhalb des Studiengangs Kommunikationsdesign einen Fotokurs belegt haben“, berichtet Marion Kielniak, IMBSE-Projektleiterin in Schwerin. Zudem beteiligte sich Katrin Kadenbach, Herausgeberin der Familienzeitschrift „Räuberpost“, ist auf Nachfrage der SVZ zu erfahren.

Die Ausstellung, die noch bis 30. September im Gastraum des MGH aushängt, wurde vor einem Jahr im Beisein von Manuela Schwesig, heutige Ministerpräsidentin von MV, in Schwerin eröffnet. Dieses Jahr soll die Fotoreihe noch zweimal ihren Standort wechseln. Im Oktober ist die Wanderausstellung im Stadthaus Schwerin, im November und Dezember in der Sparkasse Hagenow zu sehen.

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