Dobbertin : Der vielseitige Revierförster

Revierförster Uwe Linke.
Revierförster Uwe Linke.

Uwe Linke möchte eine App entwickeln, mit der man alte Bäume virtuell wichtigen Menschen widmen kann

svz.de von
06. Mai 2019, 05:00 Uhr

Uwe Linke wurde 1965 in Lübz geboren und ist seit 1989 glücklich verheiratet.

Er liebt die Natur und den Humor und schätzt den politischen Diskurs auf „grundgesetzkonformer Augenhöhe“. Niels Troelenberg stellte dem Wahl-Dobbertiner die zehn Fragen zum Wochenanfang.



Wo ist Ihr Lieblingsplatz in Dobbertin?
Der Wanderweg am Campingplatz mit seinem Kunstpfad, den wir gestalteten und der schon ein Alleinstellungsmerkmal für unseren Ort geworden ist.

Was würden Sie als Bürgermeister in Dobbertin sofort ändern?

Meine Arbeit verteilen als Entlastung. Wir haben einen sehr guten Bürgermeister, den ich immer wieder wählen werde und der eine sehr gute Arbeit leistet. Er macht zu viel selbst. Das wird sich bald auf seine Gesundheit auswirken, wenn er so weitermacht.


Womit haben Sie ihr erstes Geld verdient und wofür haben Sie es ausgegeben?
Mein erstes Geld verdiente ich auf der damaligen LPG, dem Dobbertiner Landwirtschaftsbetrieb zu DDR-Zeiten, mit Kartoffelsammeln. Wozu es letztendlich verwendet wurde, kann ich nicht mehr sagen.

Was würden Sie gerne können?
Vielen Bundespolitikern für ihre Fehler vergeben und diese Fehler rückgängig machen, damit zum Beispiel auf den Wahlplakaten nicht so viel gelogen werden kann.

Wer ist Ihr persönlicher Held?
Meine Frau, wegen ihrer Ehrlichkeit, ihres Fleißes und ihres Einsatzes für andere – auch für Tiere. Die Helden des Alltages tragen keine Orden und die Denkmäler von offiziellen Helden sind zumeist innen hohl.

Welches Buch lesen Sie gerade?
„Und die Raben zerrissen mein Herz“ von Andrea Charlotte Berwing aus Berlin. Ein Roman über die Geschichte der Hexenverfolgung in Dobbertin. Ein nicht unbedingt leichter Stoff, aber sehr beeindruckend.

Welche Fernsehsendung verpassen Sie nie?
Machen wir eher „kaum“ daraus: das Nordmagazin des NDR.

Wen würden Sie gern einmal treffen?
Mit einer Torte die Menschen, die der Meinung sind, dass sie das Weltklima retten, aber zum Eisessen nach Kalifornien fliegen, oder für 17 Tonnen CO2-Ausstoß aus Gründen der Klimarettung mit der „Business-Class“ auf Steuerkosten von Berlin auf die Fidschi-Inseln jetten.

An welches Geschenk erinnern Sie sich noch gerne und von wem haben Sie es bekommen?
Spontan fallen mir da die Geschenke der Camper und insbesondere deren Kinder als Gäste des Dobbertiner Campingplatzes ein, die sich damit einfach mal bedanken möchten. So hat mir ein kleines Mädchen ein gefaltetes Papierherz geschenkt, das ich ihr nach Tagen stolz zeigte und ihr damit die Wertschätzung vermitteln konnte.

Welche Pläne haben Sie für die Zukunft?
Gesund zu bleiben und meine Familie gesund zu erhalten. Rein wirtschaftlich setze ich mit einem Softwareunternehmen, in das ich involviert werde, eine App um, mit der man zum Beispiel alte Bäume virtuell wichtigen Menschen widmen kann. Sie wird Venovani heißen, was so viel wie „Widmung“ bedeutet. Das ist für die Bäume selbst unschädlich, weil man das dann lediglich im Netz sieht. Dieses Unternehmen möchte ich, wie den Campingplatz und meinen Beruf als Revierförster erfolgreich umsetzen.



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