Nach Brand in Lübz : Der Rauch von September ist verzogen

Der Dachstuhl ist das nächste Ziel auf der Baustelle in der Kreiener Straße
1 von 2
Der Dachstuhl ist das nächste Ziel auf der Baustelle in der Kreiener Straße

Das durch Flammen zerstörte Haus in der Kreiener Straße nimmt Formen an

von
17. Januar 2018, 20:45 Uhr

Den seit über einer Woche röhrenden Kran in der Kreiener Straße Nummer zwei scheinen sie nicht mehr zu hören. Ihre Laune ist auffällig gut. „Sind Sie vom Arbeitsschutz? Dann fehlt aber der Helm!“ Der Bauarbeiter lacht.

Erst vor ein paar Monaten, am 4. September, waren da noch Rauchschwaden, die in den Himmel zogen, Flammen loderten und zischten im Dachgeschoss des Wohn- und Geschäftshauses. Die 41 Einsatzkräfte brauchten zwei Stunden, um das Feuer zu löschen. Verletzt wurde niemand. Das Haus? Ein Totalschaden, den die Polizei mit einer halben Million Euro bezifferte. Schuld war mit hoher Wahrscheinlichkeit ein kaputtes Elektrokabel.

Jetzt stehen unten vor dem Eingang zwei Bauarbeiter, die massive Holzzuschnitte für das Dach an den Kranhaken hängen. Oben, auf dem Gerüst, bedient ihr Kollege per Fernsteuerung den Autokran. Bald soll der Dachstuhl fertig sein. Der nächste Schritt zurück in Richtung Normalität. Ein Lächeln huscht über Olaf Mews’ Gesicht, dem Besitzer des Hauses. Dass das alles so zügig voran ginge, damit hätte er selbst nicht gerechnet: die für einen Bau eher schwierige Jahreszeit, allen voran aber die Baugenehmigungen, die er einholen musste. Bald könne es mit dem Aufbau im Hausinneren losgehen. Das sei nicht nur für ihn beruhigend. Dann nämlich, glaubt er, entspannte sich auch die Verkehrslage in der Kreiener Straße, die zurzeit teilweise gesperrt ist. Ein Aber bleibt trotzdem: Einen Termin für die Wiederaufnahme der Zahnarztpraxis seiner Frau Birgit ist noch nicht absehbar.

Gleich neben an, bei Elektro-Wätke, hat man sich an den Lärm gewöhnt. Wie die Bauarbeiter. Tobias Wätke, der Chef, ist gerade auf dem Sprung. „Was sollen wir machen?“, fragt er. Und seine Mitarbeiterin sagt, man habe sich arrangiert. „Wir können froh sein, dass uns das nicht passiert ist.

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen