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Mehrgenerationenhaus Lübz : „Der Optimismus ist zurück“

vom
Aus der Redaktion der Zeitung für Lübz – Goldberg – Plau

Als förderwürdig anerkannt: Verantwortliche im Lübzer Mehrgenerationenhaus blicken mit Zuversicht auf die nächsten Jahre

von
erstellt am 07.Sep.2016 | 20:45 Uhr

Bangen beendet: Das Lübzer Mehrgenerationenhaus (MGH) gehört zu den 20 Einrichtungen seiner Art in Mecklenburg-Vorpommern, die der Bund innerhalb des so genannten Interessenbekundungsverfahrens aufgrund ihrer überzeugenden Bewerbung als förderwürdig ausgewählt hat. Es ist jetzt aufgefordert, bis zum 31. Oktober einen Antrag auf finanzielle Unterstützung über jährlich 30 000 Euro zu stellen. Die nächste Periode reicht von 2017 bis einschließlich 2020. „Als die Nachricht kam, war die Erleichterung bei allen Mitarbeitern zu spüren. Sie gibt Kraft. Der Enthusiasmus war unabhängig von allem immer bei 100 Prozent. Jetzt ist er mindestens noch ein Fünftel höher, der Optimismus ist zurück“, sagt Kerstin Schünemann, Bereichsleiterin beim Jugendförderverein Parchim/Lübz e.V., dem Träger des Hauses. „An die Erarbeitung des Antrages machen wir uns so schnell wie möglich.“ Positiv sei auch die Förderung anderer Häuser, weil sie die Zusammenarbeit erleichtere und helfe, aufgebaute Strukturen zu erhalten.

Einem Schreiben des Bundesfamilienministeriums zufolge haben fast alle etablierten Standorte und Trägerstrukturen das Interessenbekundungsverfahren erfolgreich durchlaufen. Bundesweit wurden 441 bereits bestehende Mehrgenerationenhäuser aufgefordert, Förderanträge zu stellen. Fast alle Teilnehmer hätten „gute und überzeugende Konzepte“ vorgelegt. Darüber hinaus haben 136 Neubewerber Interesse für das am 1. Januar startende Bundesprogramm „Mehrgenerationenhaus“ bekundet, von denen 98 als förderwürdig eingestuft wurden.

Der Förderantrag geht an das „Bundesamt für Familie und zivilgesellschaftliche Aufgaben“ in Köln. In ihm muss der Träger seine Arbeitsplanung konkretisieren, die Ziele darstellen, die er im nächsten Jahr erreichen möchte, sowie alle Ein- und Ausgaben angeben.

Auf die Zusage lasse sich Kerstin Schünemann zufolge aufbauen, wenngleich eine unbefristete Förderung – auch die neue Zusage gilt nur für vier Jahre – noch wertvoller wäre, weil sie auch die letzten Fragezeichen beseitigen würde. Kerstin Lorenz, als Teamleiterin für die Leitung des Lübzer Hauses zuständig, unterstützt diese Aussage: „Gegen Ende jeder Periode ist die Furcht wieder da, ob/wie es weitergeht.“ Laut Kerstin Schünemann spiele dies auch für die Personalplanung eine wichtige Rolle. Der Träger wolle Beschäftigten gern auch eine unbefristete Anstellung anbieten, könne dies aus genannten Gründen jedoch nicht, was Unsicherheit auf beiden Seiten fördere.

Die Stadtvertreter hatten bereits im Frühjahr beschlossen, dass die Kommune erneut 10 000 Euro als Zuschuss im nächsten Jahr bezahlt. „Die Bestätigung dafür, dass auf die Stadt Verlass ist“, sagt die Bereichsleiterin. „Es ist eine partnerschaftliche, gute Zusammenarbeit auf kurzem Weg.“ Laut einer zusätzlich abgeschlossenen Kooperationsvereinbarung zahlt die Stadt als Inhaber der Immobilie in der Schulstraße unabhängig von genannter Summe noch ein Budget. Ohne dieses Geld könne man kein Programm in dem gewohnten Umfang anbieten. Jetzt gehe es darum, die Festwoche aus Anlass des zehnjährigen Bestehens des MGH vom 28. August bis zum 1. September 2017 vorzubereiten. Jeder Tag soll in ihr unter einem anderen Motto stehen.

Noch in diesem Monat beginnt am 25. September die „Interkulturelle Woche“, in der es bis zum 1. Oktober jeden Tag um ein anderes Land mit dazu dazu passenden Nationalgerichten und Kreativangeboten geht. Vorgesehen sind Dänemark, die Türkei, Russland, Spanien und Syrien.

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