Ferienkalender : Der Geheimagent aus Barkow

Eine Woche lang arbeiten Mark Timmermann, Maurice Karst und Noah Schneider an ihrem Film. Freitag feiert 'Die Rache des Mosinators' um 14 Uhr Premiere im MGH Lübz.
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Eine Woche lang arbeiten Mark Timmermann, Maurice Karst und Noah Schneider an ihrem Film. Freitag feiert "Die Rache des Mosinators" um 14 Uhr Premiere im MGH Lübz.

Vom Drehbuch bis zum Schnitt: Kinder lernen in Kooperation mit dem Medientrecker im MGH wie ein Trickfilm entsteht

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20. August 2015, 07:59 Uhr

Ein großes Schild klebt an der Tür im zweiten Obergeschoss des Mehrgenerationenhauses. „Dreharbeiten, bitte klopfen“ steht hier geschrieben. Dann ruft eine Frauenstimme: „Finger aus dem Bild.“  Beim Betreten des Studios fallen drei Jungs auf, die um einen Laptop herumsitzen. Mark Timmermann, ist zum ersten Mal bei einem Filmprojekt dabei. „Ich habe nicht erwartet, dass es so viel Arbeit ist“, sagt der Lübzer. „Doch es macht wahnsinnigen Spaß“, so der Elfjährige während er immer wieder die Position der  Legomännchen vor seiner Kamera leicht verändert. Dann schießt der Schüler jeweils zehn Fotos von dieser Einstellung.  

„Am Ende werden die Fotos  zusammengefügt und es entsteht  ein fünfminütiger Trickfilm“, erklärt Medienpädagogin Sabine Münch vom Offenen Kanal, rok-tv.  Münch leitet den fünftägigen Workshop. Zum zweiten Mal macht die 39-Jährige mit dem  „Medientrecker “ des Rostocker Kanals Halt in Lübz. „Mir möchten Medienkompetenz spielerisch vermitteln“, so die Rostockerin. Seit 2003 ist Münch Medienpädagogin. An der Arbeit reize sie die „Begeisterungsfähigkeit, die die Kinder bei ihrem Projekt an den Tag legen. „Wenn der Funke erst mal übergesprungen ist, dann wird die Arbeit fast magisch und läuft fast von alleine“, heißt es.

Eine Bedrohung für das gesamte Dorf

Geheimagent Friedrich, die Hauptfigur, erhält einen mysteriösen Anruf.  „Der Mobsinator, eine Bedrohung für die gesamte Barkower Dorfgemeinschaft  ist plötzlich wieder aktiv“, erklärt Workshop-Teilnehmer Maurice Karst. Daraufhin beschließt Friedrich mit einem fliegenden Gefährt „Der Kugel des Grauens“ seine Heldenreise anzutreten. Diese führt den Mecklenburger bis nach Alaska. „Wie die Geschichte ausgeht, möchten wir noch nicht verraten“, beschließt der zehnjährige Noah Schneider, während er Fotos von  den Dreharbeiten schießt. „Die Aufnahmen  werden am Freitag bei der Premiere gezeigt“,  bemerkt Münch. Zusätzlich werde der Film auf der Internetseite des Rostocker Kanals  bereitgestellt. 

Gemeinsam zum fertigen Film

Doch bis dahin lernen die drei Nachwuchs-Produzenten noch alle Arbeitsschritte einer Filmproduktion kennen. „Nachdem wir die Szenen abgedreht haben, folgt der Schnitt und am Ende die Tonspur“, erklärt Münch und bittet Mark einen neuen Bildausschnitt zu wählen. „Es ist wichtig, möglichst nah an die Legofiguren heranzuzoomen, damit nur die  Filmkulisse im Bild ist“, beschreibt der Fünftklässler. „Der Zuschauer soll schließlich nicht den Tisch sehen auf dem wir drehen.“

Nach der Sequenz sind sich die Jungs unsicher wie  die Geschichte weitergeht. Ein Blick auf das Whiteboard hilft. Hier hängt das „Storyboard“, eine gezeichnete Version des Drehbuchs.  Es folgt  eine wilde Verfolgungsjagd zwischen Friedrich und dem  Mobsinator, seinem Antagonisten. „Die Kinder haben sich die Geschichte allein ausgedacht“, bemerkt Münch. Noah und Maurice kommen aus Barkow, daher war der Schauplatz der Geschichte schnell gefunden. Jetzt fehlt nur noch ein passender Name: „Die Rache des Mobsinators “ wirft  Noah in die Runde.  Maurice und Mark sind sich noch nicht sicher. „Wir sammeln die Ideen in einem Hut und ziehen dann einen Namen“, schlägt Münch vor. Julia Hahnke

Morgen feiert der Film im Veranstaltungsraum des MGH um 14 Uhr Premiere. Das Team freut sich über zahlreiche Kinobesucher.

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