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Yogafestival in Daschow lockte zahlreiche Besucher : Den Stress des Alltags vergessen

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„Namasté“ – die Hände zusammen gefaltet und an die Stirn führend begrüßt der Yogalehrer seine Gäste. Danach fängt die ganze Gruppe an zu Lachen. In einem bestimmten Muster wird gelacht, sich bewegt und wieder gelacht.

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erstellt am 24.Jun.2013 | 11:05 Uhr

„Namasté“ – die Hände zusammen gefaltet und an die Stirn führend begrüßt der Yogalehrer seine Gäste. Danach fängt die ganze Gruppe an zu Lachen. In einem bestimmten Muster wird gelacht, sich bewegt und wieder gelacht. Lachyoga ist eine Form des Yoga, bei der das grundlose Lachen (Sanskrit hasya) im Vordergrund steht. Das erst künstliche Lachen geht in ein echtes über. Und ein bestimmtes Ziel verfolgt das Lachen auch – es ist gesund und steigert das allgemeine Wohlempfinden.

Yoga es ist nicht nur eine Sportart, die in Fitnessstudios angeboten wird. „Yoga ist eine Lebenseinstellung“, erzählt Iris Wetzig. Sie hat in Daschow das Yogafestival ins Leben gerufen. Rund 400 Menschen aus Norddeutschland und teils auch aus Bayern kamen an diesem Wochenende nach Daschow auf das Schloss, um an drei Tagen in freier Natur Yoga zu praktizieren. Bereits zum vierten Mal fand diese Veranstaltung in dem kleinen Ort statt.

„Ich komme ursprünglich aus dieser Gegend“, so die Initiatorin, die in Parchim geboren ist. „Hier ist meine Heimat und deshalb wollte ich das Festival hier auch veranstalten“, erzählt Iris Wetzig. Angefangen hat es noch etwas kleiner. „Die Gäste bringen jedes Jahr neue Freunde mit“, so Wetzig. Und damit wächst das Festival auch von Jahr zu Jahr. „Die Besonderheit ist auch, dass wir nie Künstler oder Yogalehrer einladen. Sie kommen immer auf uns zu und fragen, ob sie mitmachen können.“
Neben den zahlreichen Workshops bot das Yogafestival noch weitere schöne Erlebnisse, wie Singen, Tanzen, Campen, Essen und vieles mehr inmitten der Natur. „Wir haben Konzerte von namhaften Künstlern. Heute morgen hatten wir zum ersten Mal ein Kräuterfrühstück unten am See und viele tolle Angebote auch für die Kinder“, so die Yogalehrerin. Diese konnten sich auf eine Schatzsuche begeben oder gemeinsam mit ihren Eltern an einer Familien-Yogastunde teilnehmen.

Die Idee ein Yogafestival zu veranstalten, lag für Iris Wetzig nicht fern. Mit einer Anzeige in der Zeitung fing damals alles an. Es war ein Angebot zur Yoga-Ausbildung. „Einen Monat später war ich in Indien und habe mich ausbilden lassen. Für mich ist Yoga nicht nur die Bewegung, es ist eine ganze Philosophie“, erzählt die blonde Frau. In einem Aschram, ein klosterähnliches Meditationszentrum, lernte Iris Wetzig die Kunst des Yoga. Heute gehört es zu ihrem Leben, ist ihr Leben.

In Daschow wird das Festival von Iris Wetzig gern angenommen. Mit einem kleinen Stand auf dem Gelände des Schlosses sind auch die Daschower Frauen vertreten. „Wir verkaufen hier unseren selbst gebackenen Kuchen“, erzählt Britta. „Es ist einfach eine tolle Bereicherung für das Dorf“, fügt Aenne hinzu. „Durch das Festival werden wir über die Stadtgrenzen hinaus bekannt.“ Zudem kommen die Einnahmen dem Dorf auch zu Gute. „Mit dem Geld unterstützen wir die Feste, die wir im Dorf feiern, ein wenig“, erzählt Britta. „Und die Yoga Leute sind auch immer sehr freundlich, respektieren das Dorf und genießen hier die Natur.“

Auch im kommenden Jahr ist das Yogafestival in Daschow bereits geplant. Vom 20. bis 22. Juni 2014 werden sich dann wieder zahlreiche Yoga-Freunde treffen, um gemeinsam Yoga zu praktizieren, zu meditieren und einfach die Schönheit der Natur in Daschow zu genießen.

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