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Zeitung für Lübz, Goldberg, Plau

19. November 2017 | 21:05 Uhr

Feuerwehr : Den Silbernen Helm zum Abschied

vom
Aus der Redaktion der Zeitung für Lübz – Goldberg – Plau

Plaus Wehrführer Roland Tackmann gibt Amt in jüngere Hände. Die Plauer Wehr musste 2014 zu 18 Einsätzen mehr ausrücken als 2013

von
erstellt am 11.Jan.2015 | 22:00 Uhr

Ein silberner Feuerwehrhelm mit den Namen aller Kameraden sowie stehende Ovationen trieben Roland Tackmann am Ende der Jahresversammlung der Freiwilligen Feuerwehr in Plau am See am Freitagabend die Tränen in die Augen. Der Grund: Er kandidierte bei der Wahl zum Wehrführer aus persönlichen Gründen nicht mehr und will nach eigenem Bekunden „als Einsatzkraft weiter der Wehr zur Verfügung stehen“. Doch bevor dieser emotionale Teil begann, gab Tackmann noch seinen Bericht für die Arbeit im vergangenen Jahr. Immerhin standen mit 65 Einsätzen Art 18 Einsätze mehr als noch im Jahre 2013 zu Buche. Diese waren auch sehr vielfältig und reichten von der klassischen Brandbekämpfung über Hilfeleistungen nach Verkehrsunfällen, Sturmschädenbeseitigung bis hin zu Tierrettungen und Türöffnungen. Gab es im vergangenen Jahr erst Ende Februar den ersten Einsatz, waren es in diesem Jahr bereits drei. Dabei handelte es sich wieder um die Beseitigung von Sturmschäden, die am Freitag vor der Versammlung entstanden waren.

Besonders hart trifft es die Kameraden, wenn sie zu schweren Unfällen ausrücken. Zwischen Plau und Meyenburg sowie zwischen Karow und Goldberg war dies im vergangenen Jahr der Fall und es ist schon eine starke psychische Belastung, denen die Kameraden ausgesetzt sind. Man beachte, dass sie zwar Profis in ihrem Handeln sind, dies aber ehrenamtlich in der Freizeit leisten und derartig schwere Einsätze auch verarbeiten müssen. Daher sei, so Tackmann, auch der Dank an die Familienangehörigen gerichtet, die den Kameraden den Rücken frei halten sowie den Arbeitsstellen, die dieses wichtige Engagement zu würdigen wissen. „Viele, wie dem See-, dem Strand- und dem Parkhotel oder der Fahrgastschifffahrt Wichmann sowie dem Beschichtungspulverwerk in Ganzlin und der Siebdruckerei Steinweg gebührt daher der Dank. Sie und viele weitere Sponsoren und Helfer, darunter auch die Stadt Plau mit ihrem Bürgermeister Norbert Reier unterstützen die Feuerwehr nach ihren Möglichkeiten“, so der scheidende Wehrführer.

Um die Einsätze meistern zu können, bedarf es einer intensiven guten Ausbildung. Alle 14 Tage treffen sich die Einsatzkräfte, um bei einem Dienstabend ihren Ausbildungsstand zu aktualisieren. Auch die angebotenen Lehrgänge werden genutzt, So war Jugendwartin Christin Roesch an der Feuerwehrschule in Malchow und absolvierte dort mehrere Seminare. Sebastian Bamberg besuchte erfolgreich den Lehrgang Technische Hilfeleistung. Auch die Atemschutzträger nutzten die Übungsanlage in Dargelütz an der Feuerwehrtechnischen Zentrale, um sich fit zu halten.

Aber nicht nur innerhalb der Wehr sind die Kameraden aktiv. Auch im gesellschaftlichen Leben sind sie immer mit dabei, sei es beim Kindertag der Realschule, beim Martinstag oder bei der jährlichen Badewannenrallye.

Horst-Werner Frommer und der Ehrenvorsitzende Rüdiger Hoppenhöft von der örtlichen CDU nahmen als Gäste an der Versammlung teil und würdigten vor allem das Engagement der Jugendfeuerwehr. Sie spendeten für das Zeltlager und für das Auto stolze 2000 Euro, die bei einer Spendentombola beim weihnachtlichen Stammtisch gesammelt wurden. Auch der Lionsclub Parchim überreichte eine Spende in Höhe von 1000 Euro an die Jugendfeuerwehr. Einen Bericht über die Arbeit dieser Nachwuchsgruppe bringen wir in einer unserer nächsten Ausgaben.

Bürgermeister Norbert Reier sagte seinen Dank im Namen der Stadtvertretung und zollte den Kameraden die höchste Anerkennung der Bürger aus Plau und Umgebung. „Auch künftig werde die Stadt die Feuerwehr unterstützen, wo sie nur kann“, versicherte der Bürgermeister. Diese Unterstützung sagte auch Jens Fengler vom Förderverein zu und verwies darauf, dass dieser Verein bei der Anschaffung eines Multimedia-Fernsehers für die Ausbildung und auch an dem Jugendfeuerwehrauto beteiligt war. Horst Stüwe von der Partnerfeuerwehr in Plön war trotz des Sturmes nach Plau gekommen und lobte die seit rund 25 Jahren bestehende aktive Partnerschaft, „die sehr lebendig ist“.




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