tagesmutter in kreien : Den Kindheitstraum erfüllt

Anke Leetz mit ihren drei Spatzen Jona (1), Lenni (2) und Ria (1).
Anke Leetz mit ihren drei Spatzen Jona (1), Lenni (2) und Ria (1).

Anke Leetz macht sich als Tagesmutter in Kreien selbstständig. Die Suche nach geeigneten Räumlichkeiten war ein langer Weg

svz.de von
08. März 2016, 05:00 Uhr

Spielen, füttern, wickeln, trösten: So sieht der Tagesablauf von Anke Leetz seit Anfang des Jahres aus. Fünf Tage die Woche von 7 bis 17 Uhr betreut die qualifizierte Tagesmutter Jona (1), Ria (1) und Lenni (2) in familiärer, häuslicher Atmosphäre. „Aufgrund der geschwisterähnlichen Gruppenstärke kann ich ganz individuell auf die Bedürfnisse und Entwicklungen der Kinder eingehen“, sagt Anke Leetz im SVZ-Gespräch.

Sie hat sich mit einer Kinderbetreuung in Kreien selbstständig gemacht. Nach Abnahme durch das Jugendamt öffnete am 14. Januar „Ankes Spatzennest“. Der Name symbolisiert Geborgenheit, Zuwendung, Verlässlichkeit und Sicherheit. Bis das Nest aber gebaut worden war, hat Anke Leetz einen langen Weg mit Höhen und Tiefen erlebt. Denn das Finden von geeigneten Räumlichkeiten in der Umgebung ihres Wohnortes Weisin war gar nicht so einfach. „In Lübz habe ich leider keine Räumlichkeiten gefunden“, sagt sie. Bei der Internetrecherche stieß sie dann auf die Erdgeschosswohnung an der Rosenstraße 31. „Ich bin in diesem Haus groß geworden, habe hier meine Kindheit verbracht. Meine Mutter wohnt hier noch“, sagt sie und fügt hinzu: „Es ist ein Gefühl, wie nach Hause zu kommen.“ Am 22. Dezember hat sie die Wohnung gekauft und innerhalb von drei Wochen renoviert und kindgerecht eingerichtet. Tatkräftige Unterstützung hat sie von ihrem Lebensgefährten und einem Freund bekommen. Eine Küche, ein Badezimmer, ein Schlafraum und ein großes Spielzimmer gehören zum Inventar der Einrichtung.

Mit der Entscheidung ist Anke Leetz sichtlich glücklich. Sie hat sich damit einen langjährigen Traum erfüllt, denn „ich wollte immer schon mit Kindern arbeiten“. So wollte sie als junges Mädchen Kindergärtnerin werden. Der pädagogische Beruf liege in ihrer Familie. So ist ihre Tochter Erzieherin und ihre Cousine ebenfalls Tagesmutter. Auch ihre Schwester hat eine Qualifikation zur Tagesmutter und würde bei Ausfall von Anke Leetz als Aushilfe einspringen. „Das ist auch im Betreuungsvertrag festgesetzt“, betont Anke Leetz.

Die Kinder sammeln bei ihr sehr viele neue Erfahrungen. „Sie sollen selbst aktiv werden und ich lasse sie vieles ausprobieren“, sagt sie. Es wird gebaut, gebastelt, gemalt, gesungen, getanzt und geturnt. Im Hintergrund läuft immer Musik aus einem Rekorder, denn die musikalische Erziehung liegt im Fokus ihrer Arbeit. Deshalb hat Anke Leetz neben der Ausbildung zur Tagesmutter auch eine Ausbildung zur Musikgartenlehrerin für Kleinkinder gemacht. „Kinder lernen durch die Musik, logisch zu denken“, erklärt sie.

Wenn es nicht gerade in Strömen regnet, hält sie sich mit den Kindern im Freien auf, zum Spielen und um die Natur in der Gegend zu erkunden. „Bei einem Spaziergang durchs Dorf besuchen wir die Schafe. Das ist ein Erlebnis für meine drei Spatzen“, weiß Anke Leetz. Nach dieser Entdeckungstour an der frischen Luft fallen die drei Kleinen dann müde in ihre Bettchen. Ein Einschlaflied, gesungen von Anke Leetz, darf dabei trotzdem nicht fehlen.

Dass der Bedarf an Betreuungsplätzen in der Gemeinde vorhanden ist, sieht Anke Leetz an den Anmeldungen. Im nächsten Jahr darf sie zwei Kinder mehr betreuen. „Vor kurzem hat mich eine schwangere Mutter besucht und sich die Räumlichkeiten angeschaut“, sagt Anke Leetz und freut sich über die positive Resonanz in der Gemeinde.

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