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Zeitung für Lübz, Goldberg, Plau

20. September 2017 | 09:39 Uhr

Leute gesucht : Den Blick fürs Ehrenamt schärfen

vom
Aus der Redaktion der Zeitung für Lübz – Goldberg – Plau

Koordinatoren der MitMachZentralen trafen sich zum Erfahrungsaustausch und konstruktiver Diskussion im Mehrgenerationenhaus Lübz

von
erstellt am 13.Jul.2017 | 05:00 Uhr

In wenigen Wochen feiert das Mehrgenerationenhaus Lübz Geburtstag – seinen zehnten. Für Jan Buchholz, Geschäftsführer des Jugendfördervereins Parchim-Lübz und Träger des Lübzer MGH, ist dies ein voller Erfolg. In den vergangenen Jahren sind weitere Projekte dazugekommen, unter anderem Pflegelotsen, aber auch Angebote im SGB-II-Bereich – insgesamt hat das Lübzer MGH 65 Angebote für alle Generationen im Repertoire. „Das öffnet das Haus und wir sprechen ein breites Spektrum an“, erzählt Jan Buchholz vor Koordinatorinnen der MitMachZentralen der Landkreise. Doch ohne ehrenamtliches Engagement würde das MGH in der Eldestadt nicht funktionieren. „Unsere Ehrenamtlichen spielen bei uns eine der größten Rollen“, sagt Jan Buchholz.

Doch wie gewinnen Vereine, Verbände, Mehrgenerationenhäuser und andere Einrichtungen Ehrenamtliche? An wen können sich Bürger wenden, die sich ehrenamtlich engagieren wollen? Seit gut drei Jahren schließen die MitMachZentralen in allen Landkreisen diese Lücke. Der Landkreis Ludwigslust-Parchim hat zwei MitMachZentralen – eine in Ludwigslust untergebracht im Zebef, die andere im Mehrgenerationenhaus Lübz. Dort fand jetzt ein Treffen der Projektleiterinnen statt. Von Neubrandenburg, Wismar, Torgelow, Greifswald, Bergen auf Rügen sind die Teilnehmerinnen nach Lübz angereist. „Wir treffen uns heute hier, um unsere Erfahrungen auszutauschen“, erzählt Maria Acs, Referentin für Weiterbildung und Projekte bei der Stiftung für Ehrenamt und bürgerschaftliches Engagement. Die sogenannte Ehrenamtsstiftung kooperiert seit ihrer Gründung mit den MitMachZentralen, organisiert unter anderem auch Fortbildungen. „Wir würden gern eine Qualifikation eigens für die MitMachZentralen anbieten. Über die Akademie für Ehrenamtlichkeit wäre so etwas möglich. Wir müssen uns nur auf Form und Themen einigen“, erläutert Maria Acs. „Fortbildungen sind immer eine gute Idee“, sagt Angelika Lübcke, die Koordinatorin der MitMachZentrale im Lübzer MGH.

Ein Thema, ein großes, ist schnell gefunden. Für Dr. Anja Eberts vom Bürgerhafen Greifswald, dort Projektleiterin der MitMachZentrale und zuständig für Integration, steht eines ganz klar im Vordergrund: Die Akquise von Ehrenamtlern. „Wie können wir Kampagnen starten, um gezielt fürs Ehrenamt zu werben“, fragt sie ganz direkt und gezielt. Doch auch Kommunikation und Öffentlichkeitsarbeit sollte bei dem Workshop mit abgeklopft werden. Für Maike Frey vom Mehrgenerationenhaus Wismar, in dem die MitMachZentrale untergebracht ist, steht auch ein anderes Thema klar im Fokus: „Wie sind unsere Ehrenamtlichen versichert, wenn sie mit ihrem privaten Auto für uns unterwegs sind? Das ist immer wieder Thema.“

Vor gut drei Jahren – am 1. August 2014 – startete das Projekt MitMachZentrale in den Landkreisen Mecklenburgische Seenplatte, Rostock und Ludwigslust-Parchim. Einen Monat später zogen die Landkreise Vorpommern-Rügen, Vorpommern-Greifswald und Nordwestmecklenburg nach. Die Erfahrung hat allerdings gezeigt, dass an einigen Standorten eine Zentrale nicht ausreicht. „Die Seenplatte plant derzeit, eine zweite MitMachZentrale einzurichten, die wichtig wäre, weil wir nicht den kompletten Kreis abdecken können“, erklärt Ingrid Brennführer von der Neubrandenburger Bürgerinitiative „Leben am Reitbahnweg e.V.“.

Eingerichtet wurden die MitMachZentralen mit dem Ziel, den Weg ins Ehrenamt zu erleichtern. Sie sollen informieren, vermitteln und beraten, nicht nur zum bürgerschaftlichen Engagement, sondern auch Vereine, Verbände, die auf der Suche nach Ehrenamtlichen sind. „Deshalb ist auch eine enge Zusammenarbeit zwischen den MitMachZentralen wichtig. Treffen wie diese gehören einfach dazu“, erklärt Maria Acs.

 

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