Zisch-Projekt: Treff mit dem Chef : Dem Chef Löcher in Bauch gefragt

Nicht nur auf Papier gibt es die Zeitung. Chefredakteur Michael Seidel zeigt den Lübzer Schülerinnen die SVZ-App für Tablet und Smartphone.
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Nicht nur auf Papier gibt es die Zeitung. Chefredakteur Michael Seidel zeigt den Lübzer Schülerinnen die SVZ-App für Tablet und Smartphone.

Zwischenstopp bei einer Klassenfahrt: 26 Schüler der Grundschule Lübz besuchen SVZ-Chefredakteur Michael Seidel

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02. Juni 2016, 12:00 Uhr

Hinter die Kulissen der Schweriner Volkszeitung schauen. Das ist doch mal ein Auflugstermin bei einer Klassenfahrt. Die Chance dazu haben jetzt 26 Schüler der Lübzer Grundschule mit ihrer Klassenlehrerin Iwonne Koop genutzt. Einiges wussten die Mädchen und Jungen der 4a bereits, schließlich machen sie seit einiger Zeit auch beim Zisch-Projekt (Zeitung in der Schule) der SVZ mit. Die ersten Interviews an ihrer Schule haben sie bereits geführt. Doch dieses Mal durften sie SVZ-Chefredakteur Michael Seidel Löcher in den Bauch fragen. Und das dauerte auch nicht lange, da prasselten schon die ersten Fragen auf den Chefredakteur ein: „Warum kann man die Buchstaben in der Zeitung wegradieren?“ „Woher haben Sie die Informationen unter den Bildern?“ „Wie viele Zeitungen werden gedruckt?“ „Was machen Sie denn als Chefredakteur?“

Fragen über Fragen, die Michael Seidel den Kindern gern beantwortete. Nur bei der ersten musste selbst der Chefredakteur passen. „Jetzt mache ich seit 25 Jahren Zeitung und mir ist in diesen Jahren gar nicht aufgefallen, dass man die Buchstaben in der Zeitung wegradieren kann.“ Eine gute Frage von Emma Koch.

Neugierig sind alle Schüler. Hören gespannt zu, als erzählt wird , wie die Informationen in die Zeitung kommen. „Manchmal kommen Infos auch hereingeflattert. Die müssen Journalisten dann auf ihre Herkunft und Wahrheit überprüfen. Das ist Job eines Redakteurs“, erzählt Michael Seidel. Bei anderen Texten in der Zeitung haben sich die Redakteure Termine vereinbart. „Von den Gesprächspartner erfahren wir dann den Namen, woher sie kommen. Die wichtigsten Infos – die fünf ,W‘, wer, wo, was, wann und warum.“ Zu den Hauptaufgaben eines Journalisten aber gehört das Recherchieren. Mittlerweile auch das Gestalten der Tageszeitung. Wie das funktioniert, das durften die Schüler einmal selbst ausprobieren. Eine Probe-Kinderzeitung. „Sucht mal aus der Zeitung Themen aus, die euch interessieren“, gab Michael Seidel den Startschuss.

26 Kinder, 26 verschiedene Zeitungsausgaben, 26 Titelseiten. Angry-Birds der Kinofilm begeisterte ein, zwei Jungs, andere wiederum beschäftigten sich mit dem EM-Kader von Jogi Löw. Doch auch das Unwetter von Braunsbach in Süddeutschland war ein Thema, das die Kinder sehr beschäftigte.

Zum Abschluss zeigte Michael Seidel den Kindern noch die Redaktionsräume und das Büro des Chefredakteurs – so voll war es wohl noch nie.

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