zur Navigation springen
Zeitung für Lübz, Goldberg, Plau

22. November 2017 | 10:31 Uhr

Ärgernis : Decksträucher an der B 192 gestutzt

vom
Aus der Redaktion der Zeitung für Lübz – Goldberg – Plau

Gisela Weidemann versteht Radikalschnitt nicht, Hecke hat jetzt Funktion verloren

von
erstellt am 15.Okt.2014 | 22:00 Uhr

Traurig schaut Gisela Weidemann auf die gestutzten Decksträucher entlang der Bundesstraße 192 in Richtung Goldberger Badestrand, Dobbertin. Nicht nur traurig macht sie der Anblick, sondern auch ein bisschen wütend. „Mit Entsetzen musste ich feststellen, dass die Decksträucher bis auf Bauchnabelhöhe abgesägt wurden“, erzählt Gisela Weidemann. Die Goldbergerin ist fast täglich auf der Promenade von Goldberg unterwegs, sei es mit dem Rad, zu Fuß, indem sie Joggen oder Walken geht. „Die Sträucher haben immer einen guten Schutz geboten, vor allem jetzt in der dunklen Jahreszeit, wenn die Autos ihre Scheinwerfer anhaben. Die Sträucher haben eine Funktion“, bringt sie ihren Unmut zum Ausdruck.

Durch Zufall hat Gisela Weidemann mitbekommen, dass schon vor einigen Wochen die Decksträucher an der B 192 gestutzt wurden. Die Goldbergerin musste Gartenabfälle wegbringen und da hat sie zufällig gesehen, wie die Abfälle der Decksträucher entsorgt wurden. „Ich kann es verstehen, dass oben an der Einfahrt Richtung Goldberger See die Sträucher gestutzt wurden, denn dort hat es zwischen zwei Fahrradfahrern kürzlich einen schweren Unfall gegeben. Doch warum wurden alle Sträucher soweit abgesägt? Das verstehe ich nicht. Jetzt erfüllen sie nicht mehr ihre Aufgabe.“

Marko Kinski, Leitender Verwaltungsbeamter im Amt Goldberg-Mildenitz, erklärt auf SVZ-Nachfrage: „Wir haben dem schweren Unfall Rechnung getragen, deshalb haben wir die Sträucher gestutzt.“ Gepflanzt wurden die Sträucher vor etlichen Jahren als Sichtschutz. Dazwischen sind auch einige Obstbäume wie Gisela Weidemann erzählt. Die Goldbergerin befürchtet jetzt, dass die Pflanzen im kommenden Jahr keine so schönen Blüten tragen werden wie bislang. „Viele der Sträucher werden im nächsten Frühjahr keine Blüten zeigen können, weil sie bis ins harte Holz zurückgeschnitten wurden“, so Gisela Weidemann. Die Goldbergerin geht sogar noch weiter in ihrem Urteil. „Dass die Sträucher in dem Bereich des Unfalls gestutzt werden mussten, ist zu akzeptieren. Aber was dann in der Folge passierte, ist Frevel!“

Doch Marko Kinski beschwichtigt. „Wir hätten die Sträucher so oder so stutzen müssen, da sie an einigen Stellen schon zu hoch an der Straßenbeleuchtung waren. Auch die Polizei hatte geraten, hier etwas zu machen.“ Die Landwirte hätten auch schon oft darauf hingewiesen, dass sie bei den Einfahrten zu ihren Feldern schlechte Sicht wegen der zu hohen Sträucher hätten. Gisela Weidemann hofft inständig, dass die Sträucher nicht zu viel Schaden davon getragen haben. Ändern kann sie jetzt nichts mehr.


zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen