zur Navigation springen
Zeitung für Lübz, Goldberg, Plau

23. Oktober 2017 | 04:51 Uhr

Zehn Projekte geplant : Das sind richtige Hingucker

vom
Aus der Redaktion der Parchimer Zeitung

Stromversorger setzt Verschönerungsprogramm für Trafostationen im neuen Jahr fort

Die WEMAG Netz GmbH (WNG) hat im vergangenen Jahr 25 Trafostationen durch Sebastian Volgmann verschönern lassen. 2017 soll sich der Rostocker Graffitikünstler mindestens zehn weitere Stationen vornehmen.

Allerorten sind die Stromverteiler-, Schalt- und Umspannkästen zu finden, meist als schmucklose, graue Betonklötze. 2008 begann die WNG dann an exponierten Standorten mit der künstlerischen Gestaltung der unansehnlichen Kästen. Seitdem hat Volgmann mindestens 150 Stationen mit Bildern aus seinen Farb-Sprühpistolen verschönert und sie zu echten Hinguckern geraten lassen.

Dabei hat der Künstler stets versucht, in Absprache mit den jeweiligen Standorten ortstypische Motive mit den Symbolen erneuerbarer Energie wie Biogas-, Windkraft- oder Photovoltaik-Anlagen und Freileitungen zu verbinden. Heimische Tiere wie Störchen oder Biber, markante Gebäude, idyllische Landschaften – keine der Bemalungen gleicht einer anderen. „Die Zusammenarbeit mit Sebastian Volgmann ist sehr erfolgreich“, lobte WNG-Pressesprecher Michael Enigk.

Mit den Auftragsarbeiten solle den Farbschmierereien von Vandalen zuvorgekommen werden. „Der Ehrenkodex der Graffiti-Sprüher besagt nämlich, dass eine bereits farblich gestaltete Fassade nicht übermalt wird.“ Die bislang verwendeten Motive steigern laut Enigk außerdem die Akzeptanz für die mit der Energiewende einhergehenden Maßnahmen.

Manchmal projiziert der Künstler seine Motive vorab mit einem Video-Beamer auf die Wandflächen, um sie dann mit Hand aufzuzeichnen. Die farbliche Gestaltung beansprucht ziemlichen Aufwand. Für das Grün eines Laubbaums können dann schon mal vier verschiedene Farbtöne wie Woodstock, Deep Forest, Mescaline oder Boston zum Einsatz kommen. Der Humor kommt bei der Motivgestaltung nicht zu kurz, wenn Volgmann einen Windsurfer über eine Computer-Tastatur gleiten lässt.

Wenn eine Gemeinde in den Genuss der Verschönerungsaktion kommen möchte, muss die fragliche Station sich in einem baulich guten Zustand befinden, an einem viel frequentierten Standort stehen und in das WNG-Netzkonzept passen. „Trotz dieser Voraussetzungen kann die WNG die vielen Anfragen leider nur nach und nach erfüllen“, bittet der Pressesprecher um Verständnis.
 

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Kommentare

Die Kommentare wurden für diesen Artikel deaktiviert