Burgmuseum Plau am See : Das Herzstück eine kleine Kostbarkeit

<fettakgl>Also, wat is en Dampfmaschin?:</fettakgl> Stephan Neitzel, Leiter  der Sparkassen-Geschäftsstelle in  Lübz, ließ sich  von dem Rostocker Roland Palaske das  Albansche Modell erklären. Die BQR  hatte es  gebaut, die Sparkasse  sie als Sponsor mitfinanziert.<fotos> Simone Herbst</fotos>
1 von 3
Also, wat is en Dampfmaschin?: Stephan Neitzel, Leiter der Sparkassen-Geschäftsstelle in Lübz, ließ sich von dem Rostocker Roland Palaske das Albansche Modell erklären. Die BQR hatte es gebaut, die Sparkasse sie als Sponsor mitfinanziert. Simone Herbst

Am Donnerstag wurde im Burgmuseum in Plau am See eine kleine Sensation enthüllt: Die Hochdruckdampfmaschine, von Dr. Ernst Alban. Und seit gestern läuft offiziell die neue Saison des Heimatvereins.

svz.de von
29. März 2013, 04:38 Uhr

Lübz | Donnerstag war der Tag, auf den die Mitglieder des Plauer Heimatvereins ganz lange hingefiebert hatten. Ein Jahr beinahe, in dem der erste Bauabschnitt der Sanierung der Burgscheune mit Hilfe von LEADER-Mitteln realisiert werden konnte, Besucher keinen Zugang hatten. In feierlichem Rahmen und mit vielen Gästen wurde eine kleine Sensation enthüllt: Ein Modell der von Dr. Ernst Alban entwickelten Hochdruckdampfmaschine. Das Besondere daran: Neben dem Deutschen Museum in München ist das Plauer Museum deutschlandweit einziges Haus, das eine solche Maschine präsentieren kann.

Die Gründungsmitglieder Dieter Froh und Dieter Ehrke, Vereinsvorsitzende Sonja Burmester und all die 122 Vereinsmitglieder verbargen weder ihren Stolz noch ihre Freude darüber. Und das mussten sie auch nicht. Denn immerhin war es das große und jahrelange Engagement der "Frauen und alten Männer", wie Dieter Ehrke schmunzelnd meinte, "das die LEADER-Stiftung überhaupt auf das Museumsprojekt aufmerksam gemacht hatte." Seit 13 Jahren widmen sie sich gemeinsam und ehrenamtlich Plauer Geschichte, scheuen keine Mühen, um "Technik des 19. Jahrhunderts" (so auch der Titel der Ausstellung) in der Scheune für jüngere Generationen erlebbar zu machen. Vor Monaten war es ihnen gelungen, auch die Finanzierung dieses neuen Ausstellungsstücks, das neben zahlreichen anderen ab 16. Mai in der neu eröffneten Museumsscheune zu sehen ist, über Spenden zu sichern. Eine kleine Kostbarkeit, die zweifellos das Herzstück der Sammlung ist und Technik interessierte Besucher in den kommenden Jahren begeistern wird.

Viele der Spender - sowohl private als auch Unternehmen und Vereinsmitglieder - waren bei der Enthüllung am Donnerstag anwesend. Dieter Ehrke nannte sie alle und dankte ihnen im Namen des Heimatvereins. Sie waren es, die den Bau des Hochdruckdampfmaschinen-Modells bei der "BQG Neptun" in Rostock möglich gemacht haben. Und selbst die Rostocker waren dem Verein mit einem fairen Preis entgegengekommen.

Maureen und Bodo Liersch aus Berlin, die für einen Kurzurlaub nach Plau am See gekommen und quasi Ehrengäste auf dieser ansonsten geschlossenen Veranstaltung waren, zeigten sich begeistert - von der Museumsscheune, an der in diesem Jahr der zweite Bauabschnitt realisiert werden soll, vom Burgmuseum, an dessen Eröffnung sie teilnehmen durften, von Plaus reizvoller Innenstadt, der fantastischen Natur und natürlich der Hingabe der Plauer Vereinsmitglieder. "Jetzt waren wir nur ein paar Tage hier und haben Plau genossen. Aber wir wollen unbedingt wieder kommen und sehen, wie herrlich die Ausstellung ist, wenn sie denn ganz fertig ist", so Maureen Ziersch.

Am 16. Mai soll es soweit sein. "Und das schaffen wir auch", zeigte sich Vereinsvorsitzende Sonja Burmester zuversichtlich. Bis dahin haben 122 Plauer Enthusiasten noch jede Menge zu tun, müssen sich die Gäste gedulden. Was aber schon möglich ist: Der Besuch des Burgmuseums, das am Donnerstag offiziell in die Saison startete und ähnlich viele Gäste wie im vergangenen Jahr erwartet. Weit über 15 000 waren es. "Wir versprechen auch, dass unsere ehrenamtlichen Museumsführer, die hervorragende Arbeit leisten, nicht mehr so viele Läuschen erzählen", meinte Dieter Ehrke augenzwinkernd. Aber Burgvogt, alias Wolfram Kirschnick, konterte: "Die machen die Geschichte doch erst richtig lebendig. Und wenn unsere Besucher mit ein paar kleinen Lügen heim gehen, dann las sie lopen."

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen