Gefeiert : Das ganze Dorf in Daschow zu Gast

Es dauerte nicht  lang und die Parkplätze  oberhalb des Festplatzes   waren belegt.  Fotos:  Simone Herbst
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Es dauerte nicht lang und die Parkplätze oberhalb des Festplatzes waren belegt. Fotos: Simone Herbst

Gut gelaunte Gäste aus allen fünf Ortsteilen waren beim Dorffest am Sonnabend in Daschow. Mit Linedance und Shanty erlebten sie gleich zwei gelungene Premieren.

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06. Juli 2014, 16:14 Uhr

In welchem Ortsteil das Festzelt zum Dorffest auch steht. Es ist egal. Fakt ist, wenn gefeiert wird, dann feiern die fünf Ortsteile der Gemeinde Gallin-Kuppentin gemeinsam und zünftig. Wie zuletzt am vergangenen Sonnabend. Festzelt, Getränke-Oase und Grill-Tempel standen oberhalb von Daschower See und Badestrand. Direkt an einem kleinen Paradies also, das „die Daschower komplett in eigener Regie und mit eigenen Aufwendungen in Schuss halten. Sie sind da richtig hinterher“, freut sich Holger Klukas über das dörfliche Engagement. Auch an diesem Nachmittag strahlt der Bürgermeister ein zufriedenes Lächeln. Vom alten Kulturausschuss vorbereitet, vom neuen durchgeführt, stimmt gerade einfach alles. Frisch gemähte Wiese, drauf das buntgeschmückte Festzelt mit Versorgung, jede Menge Kuchen, der von den Daschower Frauen beim Kuchenbacktag im Gemeindezentrum vorbereitet worden war, Hüpfburg und Schminkstand und natürlich jede Menge Gäste. Die waren gut aufgelegt, hörten viel Musik, freuten sich auf die abendliche Disko und erlebten davor zwei Premieren: Die „Plauer Seemänner“, der Shantychor aus dem (fast) benachbarten Plau, mit ihrer neuen Frontfrau Irmgard Habel-Wrede war erstmals zu Gast und begeisterte mit Liedern von der Waterkant, Anekdötchen und Vertellers.

Die zweite Premiere boten die heimischen Linedancer. Die entspringen der SG Gallin Kuppentin, die vor zwei Jahren geründet worden war und in der Abteilung Frauengymnastik die mit 32 Aktiven mitgliederstärkste Sektion hat. „Wir trainieren jeden Donnerstag nicht nur Bauch, Beine, Po und Rücken. Nein, wir haben uns auch im Bauchtanz und Linedance ausprobiert“, erzählt Gerlinde Schmidt. „An den Linedance haben einige unserer Frauen ihr Herz verloren, so dass auf der diesjährigen Frauentagsfeier die Idee geboren wurde, eine Tanzgruppe aufzubauen.“ Gesagt, getan, seit April trainieren die Frauen unter Leitung von Heike Kauer fleißig. Auf dem Dorffest zeigten sie nun, was sie in dieser kurzen Zeit gelernt und wieviel Spaß sie am Tanzen haben. Sie eroberten die Herzen des Publikums und traten erst nach vier Zugaben glücklich von der Bühne. Und erschöpft. Was bei gefühlt 35 Grad im Festzelt beileibe kein Wunder war…

Normalerweise gehen die Dorffeste in der Gemeinde reihum; nächstes Jahr wär’ Kuppentin an der Reihe. „Im Kulturausschuss ist es Thema aber noch nicht abschließend beraten. Wir sind aber am Überlegen, unser Erntefest künftig vor und dann mit dem Dorffest zusammenzulegen“, sagt Bürgermeister Klukas. „Tja, wir müssen einfach sehen, dass wir unser Geld noch besser zusammenhalten.“

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