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Lokalpolitik : Damit Gemeinden bei Unfall nicht baden gehen

vom
Aus der Redaktion der Zeitung für Lübz – Goldberg – Plau

Der schlechte bauliche Zustand von Stegen an Seen und mögliche daraus resultierende Folgen etwa bei Unfällen waren Themen bei zwei Kommunalsitzungen.

von
erstellt am 18.Okt.2017 | 05:00 Uhr

In den Gemeinden Kritzow und Gallin-Kuppentin beschäftigt auch das Thema Baden die Lokalpolitiker. „Es brennt uns unter den Nägeln, ohne dass man nachhelfen muss“, sagte zum Beispiel Kritzows Bürgermeister Eberhard Korf auf der jüngsten Zusammenkunft der Gemeindevertreter. In seiner Kommune gibt es zwei Stellen, an denen man sich im Wasser vergnügen kann – an einer Stelle mit Hilfe eines Steges. Weil dieser in die Jahre gekommen sei, habe man neue Pfähle besorgt, die eingeschwemmt werden sollten. Mehr sei aus finanziellen Gründen nicht möglich. Es blieb jedoch beim Plan, weil die Pfähle gestohlen wurden. Das Problem besteht darin, dass bei der Gemeinde die so genannte Verkehrssicherungspflicht liegt, sie also für den Zustand des Steges verantwortlich ist. Deshalb muss er benutzt werden können, ohne dass dabei eine Gefahr besteht.

Ein Gemeindevertreter bemerkte, dass der Steg seiner Meinung nach nur für Angler erhalten werde, was nicht nötig sei: „Baden kann man auch ohne ihn.“

Ähnliche Probleme gibt es in der Gemeinde Gallin-Kuppentin, wo der in den See führende, in privater Hand befindliche Steg nicht mehr sicher ist. Trotzdem gestatte die Gemeinde seine Benutzung. „Die Frage ist, wer dafür verantwortlich zeichnet, wenn ein Unfall passiert“, so ein Gemeindevertreter. „Mein Verständnis von Recht lautet: Wenn das Baden gestattet ist, der Benutzer aber mit den Latten durchbricht, muss ich dem Eigentümer sagen, dass er seinen Kram entfernen soll!“ Geeinigt wurde sich darauf, den Besitzer zum Beispiel zu fragen, ob er neues Holz zur Verfügung stellt, damit das Bauwerk möglichst erhalten werden kann.

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