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Zeitung für Lübz, Goldberg, Plau

21. November 2017 | 18:47 Uhr

Lübz : Damit Daten schneller flutschen

vom
Aus der Redaktion der Zeitung für Lübz – Goldberg – Plau

Stadtvertreter beschließen einstimmig, bis 2018 das Breitbandnetz in der Stadt und den Ortsteilen hochwertig auszubauen.

von
erstellt am 14.Apr.2016 | 21:00 Uhr

Lübz | Die Stadtvertreter haben auf ihrer jüngsten Sitzung am Mittwochabend über eine Dringlichkeitsvorlage einstimmig beschlossen, das Breitbandnetz in Lübz einschließlich der Ortsteile Bobzin, Broock, Lutheran, Riederfelde, Ruthen und Wessentin bis 2018 mit einer Übertragungsgeschwindigkeit von 50 Megabit pro Sekunde – Hochleistungswert – auszubauen. Das entsprechende, ihnen vorgelegte Papier wurde ein paar Stunden zuvor erarbeitet, Rahmenbedingungen standen erst am Mittag desselben Tages fest.

Genanntes Gebiet gilt im Landkreis als geeigneter Raum. Der Kreis und das Amt Eldenburg Lübz werden beauftragt, die Fördermittel für das Projekt einzuwerben, die Maßnahme auszuschreiben, ausführen zu lassen und abzurechnen. Außerdem verpflichtet sich die Stadt dem Beschluss zufolge, den Eigenanteil in Höhe von bis zu zehn Prozent bereit zu stellen. Nähere Einzelheiten sollen in einem Kooperationsvertrag zwischen der Stadt und dem Landkreis vereinbart werden.

Nach Auskunft von Gerd Holger Golisz, Leiter des Amtes Zentrale Dienste, gehe es darum, generell schlecht ausgebaute Bereiche zu fördern. Bevor die Stadt einen Antrag auf Zahlung von Mitteln stellen kann, muss sie den Stand des Ausbaus und erkundet haben, wo ein Netzbetreiber vielleicht eh eine Investition beabsichtigt. Diese Region wäre dann von Förderung ausgeschlossen. Der technische Stand solle sich überall auf einem hohen Niveau befinden.

Schwerpunkt sei die Finanzierung. Bei einem Eigenanteil von bis zu zehn Prozent gehe es um Millionen, voraussichtlich in zweistelliger Höhe. Ganau  stehe sie derzeit nicht fest, weil die Ausschreibung noch nicht erfolgt sei. Nach Vorlage genauer Erkenntnisse müssten die Stadtvertreter deshalb erneut über die finanziellen Rahmenbedingungen und den Kooperationsvertrag beschließen.

„Für die ersten, schon in der Vergangenheit beantragten Kommunen rechnen wir zeitnah mit Bescheiden“, sagt Golisz. Der  Landkreis sei jetzt bereit, für die Stadt Fördermittel des Bundes und des Landes zu beantragen und bei Bewilligung das Projekt ausführen zu lassen und abzurechnen. Das Land werde die Gelder durch ein eigenes Förderprogramm ergänzen: „Mein Ziel ist eine flächendeckende, technisch hochwertige Breitversorgung in der Stadt und im Amt. Nicht nur bei der Südbahn, um ein anderes regionales Beispiel zu nennen, ist hier allerdings der Staat gefragt, weil selbst die hohen in Aussicht gestellten Mittel aus meiner Sicht nicht ausreichen werden.“ Ein flächenmäßig großes, dünn besiedeltes  Bundesland wie Mecklenburg-Vorpommern sei für einen Investor in den Ausbau des Breitbandnetzes unattraktiv.

Förderanträge müssen bis zum 29. April eingereicht werden. „Die Kommunen stehen in Konkurrenz zueinander“, sagt der Amtsleiter. „Es geht zu wie bei einem Windhundrennen, wo gilt: Wer zuerst kommt, malt zuerst.“

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