Christbaum aus dem heimischen Wald

Prächtige Weihnachtsbäume sind im Poitendorfer Forstrevier herangewachsen. Förster Wolf-Roman Plickat ist voll zufrieden.Wolfried Pätzold
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Prächtige Weihnachtsbäume sind im Poitendorfer Forstrevier herangewachsen. Förster Wolf-Roman Plickat ist voll zufrieden.Wolfried Pätzold

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01. Dezember 2010, 08:05 Uhr

Parchim | Leise rieselt der Schnee. Zwangsläufig kommt einem der Ohrwurm in den Sinn, wenn man in dieser Woche durch die Wälder im Parchimer Land spaziert. "Unsere Wälder legen ihr schönstes Kleid an. Dazu passen unsere Weihnachtsbäume hervorragend", freut sich auch Wolf-Roman Plickat, der zuständige Förster im Revier Poitendorf.

Unter einer Hochspannungstrasse, die parallel zur Bundesstraße 321 verläuft, sind prächtige Bäume herangewachsen. "Der nasse Sommer ist den Weihnachtsbäumen gut bekommen. An der kräftigen Grünfärbung kann man es gut erkennen", meint Wolf-Roman Plickat. In seinem rund 2000 Hektar großen Revier wachsen auf etwa drei Hektar Fichten, Kiefern, Blaufichten und Nordmanntannen, die nach sieben Jahren als Christbaum eine Größe von etwa zwei Metern erreicht haben.

Die Weihnachtsbäume aus dem Poitendorfer Revier werden an Händler der Region geliefert und auch beim traditionellen Turmblasen in den Ruhner Bergen angeboten. "Die Kunden schätzen die Frische und entscheiden sich bewusst für einen Baum aus einem heimischen Wald", weiß der Förster. "Bei uns bekommt man hundert Prozent Öko", fügt er hinzu. Dafür nehmen die Kunden gerne in Kauf, dass der eine oder andere Baum nicht so perfekt aussieht wie ein Exemplar, dass in Nachbarländern mit chemischen Wuchshilfen herangezogen wurde. Ein heimischer Baum, der nach Absprache mit dem Förster selbst geschlagen wird, ist wie in den Vorjahren ab fünf Euro zu bekommen. "Richtig teuer wird es allerdings, wenn wir Baumdiebe auf frischer Tat ertappen. Mindestens 50 Euro Bußgeld sind dann fällig", gibt der Förster zu bedenken.

Bei der Auswahl des eigenen Weihnachtsbaumes bleibt Wolf-Roman Plickat gelassen. "Wir unternehmen am Heiligabend einen Waldspaziergang und suchen uns dann eine Fichte aus", sagt er. Zusammen mit dem 13-jährigen Sohn wird er dann mit roten Kugeln und Strohfiguren geschmückt. Auch beim Festtagsbraten setzt Familie Plickat auf Tradition. "Bei uns kommt Geflügel auf den Tisch." Immer beliebter wird aber auch der Wildbraten als Festtagsessen. "Wer sich für Wildbret interessiert, kann sich ebenfalls an seinen Förster wenden. Er vermittelt dann einen Jäger als direkte Bezugsquelle", rät der Forstmann.

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