Gallin-Kuppentin : Camping im Bermudadreieck

Aus dem Hektikradar verschwunden:  Irina und Hans-Joachim Oeck wärmen die Plätze im Bermudadreieck schon vor.
Aus dem Hektikradar verschwunden: Irina und Hans-Joachim Oeck wärmen die Plätze im Bermudadreieck schon vor.

In den schönen Monaten des Jahres strandet es sich gut zwischen Barkow und Bobzin

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25. April 2018, 12:00 Uhr

Der Frühling kommt in Fahrt. Blumen werden gepflanzt, die Freiluftgaststätten laden wieder ein, Pedalritter gehen auf Tour und Freizeitskipper bringen ihre Boote ins Wasser. SVZ schaut sich in dieser Woche um, wie Betreiber von Freizeiteinrichtungen in die neue Saison starten. Heute im Bermudadreieck.

Hier verschwindet ja bekanntlich alles, was nicht niet- und nagelfest ist. Seinen Namensvetter hat das mysteriöse Seegebiet nahe Kuppentin. Wer also verschütt gegangene Freunde oder Bekannte sucht, der schaue doch mal bei Kilometer 108,6 an der Müritz-Elde-Wasserstraße bei Irina und Hans-Joachim Oeck vorbei.

Die Rastplatzbesitzer sind bereit für eine weitere, sonnige Saison. Noch liegt das Dreieck, umrandet von hohen Buchen und Fichten, ruhig da, einige Campinggäste sind mit ihrem Wohnmobil bereits da.

„Die diesjährige Saison startet verhalten, wie immer, wenn Ostern so früh ist“, so Irina Oeck, die es sich mit im kleinen, charmanten Biergarten gemütlich gemacht hat. In der Kombüse wird ab Mai unter anderem selbst geräucherter Aal und Heilbutt serviert, es gibt Sauerfleisch und Bratkartoffeln zum Abend hin, für den hungrigen Kapitän am Mittag bereits Currywurst und natürlich immer ein kühles Blondes. Über den Winter war der Strom abgestellt, das Wasser abgedreht worden und das Bermudadreieck in einen wohlverdienten Winterschlaf versunken. Doch seit April ist wieder geöffnet, 13 Stellplätze für Wohnmobile sowie sechs Dauercampingplätze warten auf Gäste aus ganz Deutschland, Tschechien, Polen, Frankreich, Belgien, den USA…

Und an dem 80 Meter langen Bootsanleger finden, je nach Größe, zwischen acht und 14 Boote locker Platz. „Der ist im Sommer ab 16 Uhr stets voll belegt. Dann ist Kampf angesagt um die Liegeplätze“, weiß Hans-Joachim Oeck.

Aber keine Panik; ist das Boot erst einmal richtig vertäut gibt es zur Entspannung gleich einen „Beruhigungskööm“, wie sich der Aquavit auf der Karte nennt. Zusammen mit dem „Frauenversteher“ und dem „Zungenblei“ ergibt sich letztendlich doch ein lustiger Abend auf dem Campingplatz. Doch hier ist keine laute Party angesagt, ruhig wirtschaften die einzelnen Camper vor sich hin, treffen sich abends gemeinsam am Lagerfeuer, wo dann im Idealfall sogar die Gitarre ausgepackt wird. Sternegucken im Bermudadreieck - der Sommer kann kommen!


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