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Zwei Projekte in Plau : Burgsanierung - 2017 soll’s losgehen

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Aus der Redaktion der Zeitung für Lübz – Goldberg – Plau

Innerhalb von zwei Jahren will Plau zwei Großprojekte realisieren: Neben dem Mittelalter-Ensemble ist es der Parkplatz „Alte Wäscherei“

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erstellt am 26.Sep.2016 | 21:00 Uhr

Mehrere Jahre brauchte es, bis die Projekte „Haus des Gastes“ auf der Burg und Tourismus-Parkplatz alte Wäscherei in den sprichwörtlich trockenen Tüchern waren. Heute sind sie es. Und nicht nur das - schon in den kommenden Tagen soll endlich die Umsetzung beider großer Vorhaben starten.

So wird voraussichtlich noch in diesem Monat der Abriss der alten Wäscherei in der Quetziner Straße beginnen. Bis Jahresende soll Baufreiheit erreicht, im Winter das Projekt ausgeschrieben und im Frühjahr dann mit dem Bau des Parkplatzes begonnen werden. So die derzeitige Terminplanung.

Zur Erinnerung: Auf dem Gelände der ehemaligen, seit vielen Jahren leerstehenden und inzwischen ziemlich ruinösen Wäscherei soll ein touristischer Parkplatz mit ca. 135 Stellflächen entstehen; einschließlich solcher für Reisebusse. „Dieser Parkplatz ist unbedingt notwendig“, unterstreicht Plaus Bürgermeister. „Wir müssen die Innenstadt entlasten. In der Saison sind die Parkräume hier permanent belegt“, so Norbert Reier. Plaus Stadtzentrum sei dann dicht, was ein Problem für den Verkehrsfluss, für die Anwohner und nicht zuletzt auch für die Geschäftsinhaber sei.

Der Parkplatz in unmittelbarer Nähe der Burg wird zudem eine Lücke in Plaus touristischer Infrastruktur schließen. „Wenn der Radweg um den See fertig ist, rechnen wir mit weit mehr Radtouristen in den Sommermonaten, aber auch in der Vor- und Nachsaison als bisher. Dann brauchen wir den Parkplatz, um den überörtlichen Verkehr von den Bundesstraßen zu holen und vor der Innenstadt abzufangen“, so Norbert Reier. Plaus einziger (Groß-)Parkplatz, der unterhalb der Metow, könne das nicht leisten. Ohnehin sei der in erster Linie für die Anlieger gedacht.

Nach der Sanierung der Burgscheune vor zwei Jahren soll im kommenden Jahr nun die Burganlage Großbaustelle werden. Hier soll das zweistöckige Fronthaus saniert und für die Zwecke von Tourist-Information und Stadtbibliothek umgebaut werden. Die einst hier untergebrachte Kita-Gruppe war nach der Fertigstellung des neuen Kindergartens bereits ins Entwicklungsgebiet umgezogen. „Demnächst bereitet nun unser Bauhof die Räume in der alten Kita vor, in die die Bibo vorübergehend einziehen wird“, erklärt Reier.

Vorrübergehend meint nicht nur ein paar Monate. Aus vorübergehend werden mit ziemlicher Sicherheit zwei Jahre. „Fakt ist, dass wir den Baurahmen für dieses umfangreiche Projekt nicht zu eng setzen können“, räumt Plaus Bürgermeister ein. Denn immerhin umfasst das Projekt neben der Sanierung des Schlosses auch den Burggraben. Der soll reaktiviert werden; es sollen Wasserflächen und Brücken entstehen und sogar der Tunnelgang wie auch andere Teile der ursprünglichen Infrastruktur der Mittelalterburg wiederentstehen. „Fertigstellung ist für 2018 geplant. Schon die jetzt geplanten zwei Jahre sind dafür eigentlich ziemlich sportlich“, ist sich Norbert Reier sicher.

Rund vier Millionen Euro werden in das Projekt fließen, wobei der Luftkurort eine 90-prozentige Förderung von Land und Bund (GA-Mittel) erhält.

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