aus dem stadtparlament : Bürger werden zur Kasse gebeten

Bauamtsmitarbeiterin Anett Voß, 1. stellv. Bürgermeister Tino Krafczik, Bürgermeister Peer Grützmacher und LVB  Marko Kinski (v.l.) bei der jüngsten Stadtvertretersitzung im Saal der Freiwilligen Feuerwehr Goldberg.
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Bauamtsmitarbeiterin Anett Voß, 1. stellv. Bürgermeister Tino Krafczik, Bürgermeister Peer Grützmacher und LVB Marko Kinski (v.l.) bei der jüngsten Stadtvertretersitzung im Saal der Freiwilligen Feuerwehr Goldberg.

In einigen Straßen der Mildenitzstadt werden die Straßenlaternen erneuert: Anlieger müssen sich finanziell beteiligen

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06. August 2014, 21:15 Uhr

Einige Goldberger Einwohner werden zur Kasse gebeten. Bei der jüngsten Stadtvertretersitzung hat die Mehrheit des Stadtparlamentes für die Erhebung von Straßenausbaubeiträgen in mehreren Straßenzügen der Stadt Goldberg und eines Ortsteiles gestimmt. Der Kostenspaltungsbeschluss wurde mit zwölf zu einer Gegenstimme angenommen. Von den Straßenausbaubeiträgen sind die Anlieger in der Bahnhof-, Kamp- und Mühlenstraße sowie die Anwohner im Reifer-, Müller- und Mildenitzweg (Wendisch Waren) betroffen. In diesen Straßen wird die Straßenbeleuchtung als Teileinrichtung erneuert.

Die Straßenbeleuchtung stammt noch aus DDR-Zeiten und weist mittlerweile erhebliche Kabelschäden auf, die bereits mehrfach zu Ausfällen der Beleuchtung geführt haben. Stadtvertreter Gustav Graf von Westarp (Freie Wähler Goldberg) fragte nach, mit welchen Kosten die Anlieger rechnen müssen. „Das kann derzeit noch nicht gesagt werden. Die Abrechnungen sind noch nicht erfolgt, da erst der Neubau der Straßenbeleuchtung erfolgen muss“, erklärte Anett Voß, Sachbearbeiterin im Bauamt Goldberg-Mildenitz. Des Weiteren ergeben sich die individuellen Beiträge aus der Grundstücksfläche – Innen wie Außen und deren Nutzung. „Wir können definitiv nicht sagen, wie hoch die Kosten für die Anlieger sind, denn bei Straßenausbaubeiträgen wird nicht nach laufendem Frontmeter abgerechnet“, verdeutlichte Anett Voß noch einmal eingehend.

Nicht nur die hohen Reparaturkosten machen den Neubau der Straßenbeleuchtung in den Goldberger Straßen notwendig, sondern auch die Leuchtmittel, denn diese sind mit Hochdruck-Quecksilberdampflampen (HQL) ausgestattet, die aufgrund ihrer großen Umweltunverträglichkeit ab 2015 generell vom Markt genommen werden.

Mit dem Neubau dieser Straßenlaternen setzt Goldberg die Fördermittel des Energieministeriums um. Im Mai dieses Jahres überreichte Energieminister Christian Pegel für die Umrüstung der Goldberger Straßenlaternen auf LED-Lampen einen Zuwendungsbescheid in Höhe von 401 225 Euro (wir berichteten).


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