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Kristina Andres: Ein Leben für die Kunst : Buchstaben, Bilder, Bücher

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Mit Buchstaben kennt sich Kristina Andres aus, nicht nur als Druckerin und Illustratorin, sondern auch vermehrt als Autorin. Nun erhält sie vom Bildungsministerium des Landes ein Arbeitsstipendium im Bereich Literatur.

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erstellt am 05.Jun.2013 | 06:17 Uhr

Dobbin | Mit Buchstaben kennt sie sich aus, nicht nur als Druckerin und Illustratorin, sondern jetzt auch vermehrt als Autorin. Dabei setzt Kristina Andres aus Dobbin auf die wichtigsten Empfänger: die Kinder. "Sie sind die Bücherkäufer und Leser von morgen", verdeutlicht Kristina Andres ihre Entscheidung, Kinderbücher zu schreiben. Zurückhalten braucht sie sich jetzt damit auch nicht mehr, denn jetzt ist es offiziell: Kristina Andres erhält vom Ministerium für Bildung, Wissenschaft und Kultur des Landes Mecklenburg-Vorpommerns ein Arbeitsstipendium im Bereich Literatur. Dieses ist mit 5000 Euro dotiert. Dabei wird sie durch das Bildungsministerium unterstützt, ein weiteres Buch zu veröffentlichen. "Bisher habe ich viele meiner Bücher als Illustratorin veröffentlicht und habe mir dahingehend schon einen guten Ruf erarbeitet. Aber jetzt will ich mich auch als Autorin von Kinderbüchern etablieren", erklärt die Dobbinerin. Die Geldsumme hält der Autorin erst einmal den Rücken frei. "Damit kann ich mich konzentriert auf das Buch stürzen."

Denn ganz so leicht fällt es nicht, ein Kinderbuch zu schreiben. Die Erfahrung hat Kristina Andres bereits als Illustratorin von zahlreichen Kinderbüchern machen müssen. Mit einem besonderen Füllfederhalter sitzt sie am Tisch, das Heft aufgeschlagen schaut sie sich ihre geschriebenen Sätze auf Papier an. Sie lächelt. "Ich schreibe vor allem am Vormittag, da gehe ich dann auch nicht ans Telefon, wenn es klingelt, sonst bin ich raus. Fürs Schreiben brauche ich absolute Ruhe", erzählt sie. In ihrem Zuhause, das auch gleichzeitig ihre Werkstatt und Atelier ist, kann Kristina Andres an jedem Platz schreiben. Einen Lieblingsort hat sie nicht. Mal schreibt sie in ihr Heft, mal nimmt sie den Computer zur Hand. "Als ich erfahren habe, dass ich das Stipendium erhalte, fühlte ich mich noch mehr angespornt und geehrt, denn es ist sehr selten, dass das Ministerium an einen Kinderbuchautor das Stipendium vergibt."

Mit dem Stipendium im Rücken geht es für Kristina Andres nun los. Jetzt kann sie starten, ihren Füllfederhalter über das Papier gleiten lassen, Buchstaben aneinanderreihen, Sätze für Kinder formen, Seite für Seite enstehen lassen - eben als Autorin ein Buch schreiben. "Ich habe mich zum ersten Mal mit einem Text beworben. Mit meinen ,Neuneinhalb Gute-Nacht-Geschichten von Fuchs und Hase. Mit dem Geld vom Stipendium will ich den zweiten Teil schreiben. Es gibt viele philosophische Ansätze dabei. Bei den Gute-Nacht-Geschichten geht es ums Gute-Nacht-Sagen. Es sind keine Geschichten nur zum Einschlafen", verdeutlicht die Dobbinerin, die noch viel mehr Ideen im Kopf hat und auch umsetzen möchte.

Kristina Andres hat ihren Weg als Künstlerin gefunden, das will sie auch verstärkt zum Ausdruck bringen. Deshalb hat sie auch bei Gerhard Stromberg, dem Kurator von Goldbergkunst e.V. zugesagt, eine Ausstellung in der Goldberger Galerie zu machen. "Wir haben uns vor einem Jahr über Kunst offen kennen gelernt. Und so ist unsere Zusammenarbeit entstanden", erinnert Kristina Andres. Dabei entstand die Idee, Kristina Andres in die Galerie zu holen. "Wir stellen meine Bilder aus, aber auch meine Diplom-Arbeit wird zum ersten Mal zu sehen sein", sagt sie und strahlt. Eröffnet wird die Ausstellung am 19. Juli in Goldberg, Lange Straße 90, in der Galerie des Vereins Goldbergkunst.

Bilder hängen an den Wänden, zahlreiche Bücher stehen in den Regalen bei Kristina Andres Zuhause. Ohne Bücher geht es nicht. Denn Kunst bedeutet Kristina Andres sehr viel, denn "Kunst ist nur das, was wir hier machen", verdeutlicht sie eingehend. Deshalb will sie auch vermehrt Schulen ansprechen. Workshops in ihrem Atelier geben, auch in die Schulen kommen und Kindern wie Jugendlichen zeigen, wie ein Buch entsteht und wie viel Arbeit dahinter steckt. "Was ich besonders toll finde, ist das Parchimer Jugendtheater. Meine Tochter hatte mir gesagt, ,Mama, das musst du dir angucken. Das, was die Schüler da aufführen, ist kein leichter Stoff. Doch sie machen es super. Mist ist es, wenn sie dann vor einem leeren Saal sitzen. Deshalb plädiere ich an alle, dass sich jeder mal eine Aufführung des Parchimer Jugendtheaters anschauen sollte." Das Illustrieren von Kinderbüchern wird weiterhin bleiben, auch wenn Kristina Andres sich jetzt erstmal als Autorin etablieren möchte. Malen, Zeichnen, Drucken, Schreiben - all das wird bleiben. Schließlich gehören Buchstaben, Bilder, Bücher zum Leben von Kristina Andres.

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