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Zeitung für Lübz, Goldberg, Plau

15. Dezember 2017 | 13:08 Uhr

Ortsumgehung Plau : Brückenbau schreitet voran

vom
Aus der Redaktion der Zeitung für Lübz – Goldberg – Plau

Im Zuge der Ortsumgehung werden zwei Brücken entstehen.

svz.de von
erstellt am 08.Aug.2017 | 06:00 Uhr

Zu den Großprojekten zählt die Ortsumgehung Plau am See – verglichen mit den Investitionssummen anderer Bauprojekte – wohl eher nicht. Gut zwölf Millionen Euro investiert der Bund in den Bau der Plauer Nordtagente. Für die Mehrheit der Plauer Bürger aber ist diese Baumaßnahme schon ein Großprojekt. Seit gut 17 Jahren kämpft die Plauer Bürgerinitiative „Lkw – Schwer- und Fernlastverkehr raus aus unserem Luftkurort Plau am See“; die Plauer insgesamt kämpfen bereits seit 26 Jahren. Nach Fertigstellung – die Bauzeit beträgt zwei Jahre – wird der Wunsch endlich in Erfüllung gehen. Schon jetzt – nur wenige Monate nach dem Spatenstich im März dieses Jahres – sind erste Fortschritte zu erkennen. Alles läuft planmäßig, sagt Thomas Taschenbrecker, Leiter des Straßenbauamtes Schwerin.

Baubesprechung mit Minister: Thomas Taschenbrecker (r.), Leiter des Straßenbauamtes, erklärt Infrastrukturnminister Christian Pegel den genauen Trassenverlauf und die Arbeiten an der Brücke.
Baubesprechung mit Minister: Thomas Taschenbrecker (r.), Leiter des Straßenbauamtes, erklärt Infrastrukturnminister Christian Pegel den genauen Trassenverlauf und die Arbeiten an der Brücke.
 

Davon will sich auch Infrastrukturminister Christian Pegel (SPD) überzeugen. Deshalb steht gestern ganz oben auf dem Plan: Baubesprechung mit Minister. Gemeinsam treffen sie vor Ort ein. Lagepläne werden hervorgeholt, genauestens angeschaut. Zwei Bauwerke werden im Zuge des Trassenbaus entstehen – eine Brücke über die Müritz-Elde-Wasserstraße, die andere über die Bahnverbindung Meyenburg-Karow. Firma Matthäi vom Standort in Leezen ist für den Brückenbau über die Wasserstraße verantwortlich. „Vergangene Woche haben wir bereits das Fundament des ersten Widerlagers betoniert“, erklärt Michael Krakow von der Leezener Baufirma. Am heutigen Dienstag wird das mittelständische Unternehmen aus der Region – wie Thomas Taschenbrecker es nennt – anfangen das Fundament des zweiten Widerlagers zu betonieren. Noch ist nicht viel zu erkennen von der späteren Brücke, die mit einer Irritationsschutzwand versehen wird. „Das wird aus Gründen des Naturschutzes gemacht“, erklärt der Leiter des Schweriner Straßenbauamtes. Vögel und Fledermäuse werden so auf eine gewisse Flughöhe gebracht, damit sie ohne Probleme das Brückenbauwerk überwinden können. „Ende Oktober wird der Überbau soweit sein, dass eine Brücke bereits zu erkennen ist“, erklärt Michael Krakow.

Aufgrund der Bodenbeschaffenheit – Endmoränenlanschaft – ist es für Brückenbauer eine Herausforderung hier eine Brücke zu bauen. Doch die Leezener Firma ist bestens gerüstet. Das honoriert auch Christian Pegel. „Wir können zufrieden sein, dass hier alles planmäßig – vor allem auch im Kostenrahmen – so gut läuft.“ Für den Minister ist es wichtig, dass vor allem Firmen und Unternehmen – neben der Firma Matthäi ist die Schweriner Niederlassung der Strabag AG mit dem Straßenbau beauftragt – im Einsatz sind, die „Erfahrung haben und stabil sind.“

Gut 2,7 Kilometer lang wird die Ortsumgehung Plau sein, Ende 2018 soll sie fertiggestellt werden; der Schwerlastverkehr soll dann rollen können.  

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