kultur pur : Brillantes Neujahrskonzert

Mehrere hundert Auftritte in Russland, Weißrussland, Deutschland und Österreich hat Wassilij Kulikow absolviert.
Mehrere hundert Auftritte in Russland, Weißrussland, Deutschland und Österreich hat Wassilij Kulikow absolviert.

Russischer Virtuose Wassili Kulikow begeisterte Plauer Publikum

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13. Januar 2016, 14:00 Uhr

Dem Russischen Kunstzentrum Rostock ist es zu verdanken, dass am 8. Januar im Plauer MediClin Reha-Zentrum ein Klavierkonzert mit dem russischen Virtuosen Wassili Kulikow stattfand, der Werke von Bach, Beethoven, Mozart, Vivaldi, Chopin und Rachmaninow intonierte und die Zuhörer ob seiner Virtuosität begeisterte. Dr. Elke Melz vom Kunstzentrum führte kenntnisreich erläuternd durch die einzelnen Stücke des Neujahrskonzerts, das von einer großen geschmückten Weihnachtstanne und einem Ikonenteppich mit der Darstellung der Muttergottes mit dem Jesuskind dekoriert wurde – eine Verbeugung vor der russischen Heimat des Künstlers: Der 8. Januar war wegen des in der orthodoxen Kirche geltenden Julianischen Kalenders der 2. Weihnachtsfeiertag.

Wassilij Kulikow ist Pianist, Dirigent und der erste Berufskomponist der zur finno-ugrischen Volksgruppe zugehörigen Komi-Permjaken, eines der zahlreichen Völker Russlands. Er wurde am 1963 in der Stadt Perm geboren und absolvierte 1988 das Moskauer Staatliche Tschaikowski-Konservatorium. Als Komponist arbeitet Wassili Kulikow in der Tradition der russischen klassischen Schule. Kompositionswerke nach der Bibel, nach religiösen Sujets und Themen aus dem Leben seiner Volksgruppe haben eine besondere Bedeutung in seinem Schaffen. 1997 wurde er zum Priester der christlichen Russisch-orthodoxen Kirche geweiht.

Mehrere Hundert Auftritte in Russland, Weißrussland, Deutschland und Österreich hat der Musiker bereits absolviert, so spielte er in Augsburg, Rostock, Schwerin, Meiningen, Münster, Bamberg, Berlin, Leipzig, Bremen, Bonn und München. Für das leider nicht sehr zahlreiche Plauer Publikum bedeutete das Konzert des Pianisten nicht nur einen Querschnitt von Klavierwerken, die den Zeitraum des Barocks bis zur Gegenwart umfassten, sondern auch einen lange nachwirkenden Musikgenuss.

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