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Zeitung für Lübz, Goldberg, Plau

21. Oktober 2017 | 07:08 Uhr

Kind verletzt : Brandursache in Lübz unklar

vom
Aus der Redaktion der Zeitung für Lübz – Goldberg – Plau

Feuer brach im Keller eines Mehrgeschossers aus. Polizei schließt Brandstiftung nicht aus. Dreijähriger mit Verdacht auf Rauchvergiftung

von
erstellt am 03.Jan.2017 | 21:00 Uhr

Nach einem Brand in einem Mehrfamilienhaus in Lübz ermittelt jetzt die Kriminalpolizei: Das Feuer im Keller des fünfgeschossigen Hauses am Fuchsberg war kurz vor Mitternacht von Passanten entdeckt worden. Polizei und die Freiwillige Feuerwehr Lübz kamen umgehend zum Einsatz. Aufgrund der Rauchentwicklung mussten die Bewohner der beiden Erdgeschosswohnungen evakuiert werden. Die unmittelbar über dem betroffenen Keller wohnende Familie (zwei Erwachsene und zwei Kinder) wurde vor Ort ärztlich versorgt. Eines der Kinder, ein dreijähriger Junge, kam mit Verdacht auf Rauchgasvergiftung vorsorglich ins Krankenhaus. Während alle anderen Mieter in ihren Wohnungen verbleiben konnten, sind die unteren Wohnungen, auch das Zuhause der vierköpfigen Familie derzeit unbewohnbar.

Gestern untersuchten Ermittler des Kriminaldauerdienstes Ludwigslust den Brandort auf Hinweise zur Brandursache. Zur Sicherung der Beweismittel wurde ein Brandgutachter hinzugezogen. „Nach jetzigem Erkenntnisstand schließen wir einen technischen Defekt aus, müssen nach Lage der Dinge vielmehr von Brandstiftung ausgehen“, sagte Klaus Wiechmann, Pressesprecher der Polizeiinspektion Ludwigslust gestern gegenüber SVZ.

Nach Auskunft von Thomas Rosenfeldt, Leiter des Bürgeramtes in Lübz, ist die vierköpfige Familie vorübergehend bei Verwandten untergekommen: „So bestand für uns keine Veranlassung, einzuschreiten, was wir sonst tun würden, wenn jemand durch einen Unglücksfall wie diesen obdachlos wird.“

Der Vermieter, die Wohnungs- und Verwaltungs-GmbH Lübz (WVL), arbeitete bereits gestern an der Behebung des entstandenen Schadens. So waren schon am Morgen Mitarbeiter der Lübzer Heizungstechnikfirma Block damit beschäftigt, die nahezu vollständig zerstörten Rohre im Keller auszutauschen. Das Feuer hatte sowohl die Leitung für die Regenentwässerung als auch ein Abflussrohr erwischt. Das Plastik hatte unter der Hitze nachgegeben und war komplett zusammengeschmolzen. Unschön für die Mieter aus den oberen Stockwerken. Zwar hatten die ihre Wohnungen nicht verlassen müssen. Als sie jedoch am Morgen Toiletten und Duschen nutzen wollten, staute sich das Abwasser in den Leitungen zurück.

Durch das Feuer, das sich über mehrere Kellerräume ausgebreitet hatte, waren auch elektrische Leitungen beschädigt worden, so dass mehrere Wohnungen ohne Strom waren. Auch hier hatte die Wohnungs- und Verwaltungs-GmbH Lübz mit der Elektrofirma Kuller unverzüglich Fachleute vor Ort geholt, damit der Schaden schnellstmöglich behoben werden konnte.

Weil Passanten den Brand entdeckt und sofort die Feuerwehr alarmiert hatten, konnte Schlimmeres verhindert werden, ist sich Klaus Wiechmann sicher. Der Pressesprecher der PI bittet Anwohner und Passanten, die zur Brandzeit bzw. kurz davor Verdächtiges beobachtet haben, sich mit der Kripo in Verbindung zu setzen.

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