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Zeitung für Lübz, Goldberg, Plau

23. November 2017 | 21:46 Uhr

Workcamp : Bläserklänge im gesamten Dorf

vom
Aus der Redaktion der Zeitung für Lübz – Goldberg – Plau

Das Posaunenwerk MV schult in Barkow seinen Nachwuchs. Die Proben der 70 Kids finden überall im Ort verteilt. Neben dem Training erproben sie sich bei Konzerten in der Region.

Die so genannte Blechscheune, ein gerade erst fertig gestellter Schuppen, eine Scheune, ein Kuhstall, Fliesendepot, die „Folterkammer“, das Gemeindehaus und nicht zuletzt die Kirche müssen in Barkow als Orte für die Proben in Kleingruppen herhalten, wenn das Posaunenwerk MV seinen Nachwuchs schult - nunmehr zum fünfzehnten Mal. 70 Jungen und Mädchen im Alter zwischen sieben und 13 Jahren verteilten sich dann für die Übungsstunden über das ganze Dorf. Ältere Bläser ab 15 Jahren durften hospitieren. So auch im nächsten Jahr Lucas Schirmacher (14). Er ist in Tessin bei Rostock zu Hause, spielt im kirchlichen Posaunenchor Sanitz und auch im Ensemble „Junger Bläserkreis MV“. Vor mehr als fünf Jahren hat er als Trompeter angefangen. „Das Training im Posaunenwerk hilft mir sehr dabei, meinen Lippenansatz zu verbessern.“

Für den Nachwuchs haben sich 20 Helfer, Betreuer und Lehrer gefunden. So auch Burkhard Reimer. Er stammt aus Waren und ist seit zehn Jahren dabei. Inzwischen hat es ihn als Eisenbahner aus beruflichen Gründen nach Witzenhausen (Hessen) verschlagen, wo er sich einem Posaunenchor angeschlossen hat. „Ich versuche, auch dort die Nachwuchsarbeit zu forcieren.“ Viele Jahre hält auch Angelika Zielke als Lehrerin dem Posaunenwerk die Treue. Sie ist vor geraumer Zeit nach München verzogen und reiste in der Vergangenheit stets per Motorrad an.

Auf dem weitläufigen Gelände fanden die jungen Bläser für ihre Zelte eine gemähte Wiese vor. Das Wetter hielt einigermaßen. Lediglich am Mittwochabend wurden Wassereinbrüche verzeichnet. Aber da waren die meisten Bläser ohnehin bei einem Konzert in der Plauer St. Marienkirche, wo sie unter dem Motto „Mehr als nur Blech“ kurzfristig als Ersatz für ein Ensemble mit erkrankten Musikern einsprangen.

Am Sonnabend (16.) tritt der Bläsernachwuchs um 9 Uhr am Parchimer Rathaus auf. Danach besteigt er zwei Schiffe und gibt gegen 12 Uhr am Wasserwanderrastplatz in Neuburg und um 16 Uhr im Lübzer Rosengarten weitere Konzerte. Kanufahren, ein Schwimmbadbesuch, Fußballspiel und ein Grillabend runden das Rahmenprogramm ab. Am Sonntag (17.) lädt das Barkower Posaunenwerk für 11 Uhr zu einem öffentlichen Gottesdienst ein.

Das Sommercamp konnte sich der Unterstützung der Nachbarstädte Parchim, Lübz und Plau gewiss sein. Bürgermeister Fred Hamann stellte das Barkower Gemeindehaus unentgeltlich zur Verfügung. Die Küche der Parchimer Lewitzwerkstatt sorgte für warme Mahlzeiten, die Lübzer Hareiko-Werke für Brotbelag , die Lübzer Brauerei für Getränke und Dorfbewohner tagtäglich für drei bis vier frische Kuchen.

 

 

 

 

 

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