Kulturelles : „Black and White“ vorm alten Kino

Über die Siegerplakette für den schönsten Garten (angefertigt von Susanne König) freuten sich Irma und Willi Muth. Das Ehepaar aus Wangelin zieht sich seine Blumen selbst.
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Über die Siegerplakette für den schönsten Garten (angefertigt von Susanne König) freuten sich Irma und Willi Muth. Das Ehepaar aus Wangelin zieht sich seine Blumen selbst.

Sommerfest des Vereins „Wir leben“ traf den Nerv der Plauer: 70 Gäste kamen spontan und mit Picknickkörben

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05. September 2015, 11:26 Uhr

„Black and White“, „Schwarz und Weiß“ - erstmals hatte der Plauer „Wir leben“ e.V. zum Fest unter diesem Motto eingeladen und 70 Gäste folgten gern. Die Anregung, die jährliche Vereinsfeier besser in den Sommer als den Herbst zu legen, war von Mitgliedern wie Sympathisanten gekommen. Der Verein hatte sie nicht nur aufgegriffen, sondern in Anlehnung an das „Weiße Fest“ in einem französischen Landstrich schwarz und weiß daraus gemacht und wie die Franzosen ein denkmalgeschütztes Gebäude als Location auserkoren.

Lässt sich denken, dass bei dieser Wahl kein Weg am Kino vorbei führte. Denn seit immerhin zwei Jahren bemüht sich der Verein um geeignete Initiativen, den schon seit längerem leerstehenden Kunsttempel in der Plauer Dammstraße wiederzubeleben. Etliche Arbeitseinsätze rund um das Kino zeugen mittlerweile davon; da wurde in großem Stil entbuscht, entrümpelt und neu bepflanzt. „Gerade erst vor drei Wochen haben wir unsere jüngste Aktion gestartet“, erzählt Vereinsvorsitzender Marco Rexin. Und diesmal erstmals im Kino. „Gemeinsam mit Mitarbeitern der Stadt haben wir ordentlich was an Gerümpel aus dem Kino geholt“, so Rexin, der sich über die gute Zusammenarbeit mit der Kommune bei diesem Einsatz freut.

Die Idee hinter dem „Black and White“-Fest könnte man vielleicht am ehesten mit einem Flashmob für Erwachsene vergleichen. Ort und Termin hatte der Verein genannt, der Bauhof der Stadt steuerte Stühle und Tische bei und die Gäste hatten in schwarz /weiß zu erscheinen; daher auch der Name. „Obwohl wir gar nicht großartig Werbung gemacht hatten, waren fast 70 Gäste gekommen“, freut sich Rexin über die gute Resonanz. Die machte aus dem lauen Sommerabend auch eine bezaubernde Feier – mit Musik und Tanz im Foyer des Theaterkinos, mit Feuerdeko für die Gemütlichkeit und einem ausgedehnten Picknick, das die Besucher von daheim mitgebracht hatten.

Der Abend bot zudem den Rahmen für die Prämierung des Garten-, Balkon- und Terassen-Wettbewerbs, den der Verein zum wiederholten ausgelobt hatte. Sieger wurde das Ehepaar Irma und Willi Muth aus Wangelin. Ihr mehr als 4000 Quadratmeter großes Grundstück begeisterte die Jury vor wenigen Wochen vor allem wegen seiner herrlichen Blütenpracht. Was auch kein Wunder ist, denn die Muths ziehen viele ihrer Blumen selbst. „Blumenzucht ist die Leidenschaft meines Mannes“, sagt Irma Muth und verrät, „er veredelt sogar Rosen.“ Am Donnerstag bekam die Siegertafel übrigens ihren Ehrenplatz bei den Muths. „Sie ist wirklich schön, wir haben uns sehr darüber gefreut“, so die Wangelinerin.

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