verkehr : Bierlaster-Stau wird aufgelöst

Bürgermeisterin Gudrun Stein, Bürgeramtsleiter Thomas Rosenfeldt und Gerhard Hoborn von der Brauerei auf dem neuen Platz
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Bürgermeisterin Gudrun Stein, Bürgeramtsleiter Thomas Rosenfeldt und Gerhard Hoborn von der Brauerei auf dem neuen Platz

Durch neues Abfertigungssystem sollen Probleme mit Häufung von Lastwagen in Lübzer Eisenbeissstraße Vergangenheit sein

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30. März 2015, 21:00 Uhr

Seit dem vergangenen Jahr waren die Probleme mit Lkw-Staus in der zur Brauerei führenden Eisenbeissstraße massiv angewachsen. In den schlimmsten Zeiten standen die 40-Tonner bis weit auf die B 191 zurück. Ein Grund dafür ist auch, dass das Unternehmen 2014 mit rund 1,5 Millionen Hektoliter so viel Bier wie niemals zuvor produziert hat.

Nach mehreren Gesprächen mit der Stadt hat die Brauerei eine neue Abfertigungsstruktur erarbeitet. „Nicht nur, weil ich selbst einmal in dieser Straße gewohnt habe: Die Sache gefällt natürlich auch uns nicht“, sagt Gerhard Hoborn, in dem Unternehmen für den Bereich Bau und Liegenschaften zuständig. Er sorgte zunächst dafür, dass am Ende der Sackgasse eine neue, rund 600 Quadratmeter große Fläche mit Betonrecycling aufgeschüttet wurde – ein Bereich, in dem Fahrer mindestens sechs Lastzüge ohne große Manöver auch nebeneinander abstellen können, wenn sie auf die Beladung warten müssen. Problemlos wie jetzt schon war dies in der Vergangenheit nicht möglich. Früher sei jeder in diesem Bereich wartende Lkw zunächst gewendet und dann rückwärts in die richtige Position gebracht worden, was angesichts des nächtlichen Lärms besonders von den Bewohnern der letzten Häuser verständlicherweise immer wieder für Kritik gesorgt habe, sagt Bürgeramtsleiter Thomas Rosenfeldt. Als solcher ist er auch für den Bereich Ordnung zuständig.

„Wenn die Fahrer wie angemeldet zu uns kommen, müssen sie gar nicht warten, sondern werden vom Pförtner nach kurzer Absprache gleich aufs Betriebsgelände gelassen“, sagt Hobern. „Nun kann es zum Beispiel sein, dass ein Lkw wegen eines Staus zu spät ankommt. Höhere Gewalt, wenn man so will. Sieht der Pförtner dann über Monitor, dass auf dem Hof zu diesem Zeitpunkt kein Platz mehr ist – zeitgleich können hier maximal acht Stück aufgenommen werden – schickt er den verspätet Angekommenen auf den neuen Platz, wo er jetzt mühelos parken kann. Sollten wir feststellen, dass die geschaffene Fläche nicht ausreicht, können wir sie noch einmal um 400 Quadratmeter erweitern.“ Darauf wartende Fahrer werden per Handy angerufen, wenn die Beladung beginnen kann. Ab Ende April soll dies mittels Piper erfolgen. Bürgermeisterin Gudrun Stein wie auch Thomas Rosenfeldt zeigten sich nach dem gestrigen Gespräch in dem Unternehmen erleichtert über die Aktivität des Unternehmens und die Bereitschaft, etwas für die betroffenen Anwohner zu tun. „Allerdings sollte man auch erwähnen, dass die Brauerei das Zuparken einer Auffahrt etwa oder geparkten Autos nicht in der Hand hat“, so Rosenfeldt.

Pro Stunde können in ihr fünf Sattelzüge mit jeweils 26 Paletten Bier beladen werden. Die Schlusszeit dafür liegt im Sommer bei 20 Uhr, im Rest des Jahres eine Stunde eher.

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