Varroamilbe : Bienenvölker müssen jetzt geimpft werden

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Jetzt handeln: Bienen sollten gegen die Varroamilben geimpft werden. Archiv

Auch in Mecklenburg-Vorpommern ist von einem flächendeckenden Befall der Bienenvölker mit der Varroamilbe auszugehen. Dadurch kommt es immer wieder zu starken Ausfällen von Bienenvölkern.

svz.de von
24. Juli 2012, 09:54 Uhr

Parchim | Auch in Mecklenburg-Vorpommern ist von einem flächendeckenden Befall der Bienenvölker mit der Varroamilbe auszugehen. Im Zusammenwirken mit durch die Milben übertragenen Viren kommt es in den Herbst- und Wintermonaten immer wieder zu starken Ausfällen von Bienenvölkern. Obgleich selbst durch fachgerechte Behandlung keine Milbenfreiheit erreicht werden kann, verhindert eine jährlich regelmäßig und planmäßig durchgeführte Behandlung eine spürbare Schädigung bzw. den Zusammenbruch der Völker. Dafür ist es notwendig, dass alle Imker flächendeckend ihre Völker behandeln, unabhängig davon ob sie in einem Verein organisiert sind oder nicht. Das teilt der Fachdienst Veterinär- und Lebensmittelüberwachung des Landkreises Ludwigslust-Parchim mit.

Um dies zu erreichen, besteht im gesamten Land Mecklenburg Vorpommern Behandlungspflicht. Gleichzeitig wird die Abgabe von Apiguard, Api Life Var, Oxuvar Perizin und Thymovar gefördert. Darüber hinaus können Bienenhalter freiverkäufliche Arzneimittel vom Tierarzt oder der Apotheke zur Varroosebekämpfung beziehen und anwenden. Jede medikamentelle Behandlung muss durch biotechnische Maßnahmen in den Völkern sinnvoll ergänzt werden.

Die Zeit der Haupttracht ist weitestgehend überall vorüber und damit in den meisten Imkereien Behandlungsbeginn. Alle Medikamente, auch die Säuren, dürfen erst nach Trachtende angewendet werden. Wenn noch Spättrachten genutzt werden sollen, muss die medikamentelle Behandlung dieser Völker demzufolge später beginnen. Ameisensäure und die Thymol-Präparate wirken auch bei Völkern mit Brut, während Milchsäure und Oxalsäuremittel erst in der brutfreien Zeit eingesetzt werden können. Alle Völker eines Standes müssen gleichzeitig behandelt werden. Noch effektiver ist eine zwischen den Imkern eines Gebietes zeitlich abgestimmte Behandlung, um Neubefall durch zufliegende Bienen oder Drohnen zu vermeiden. Für Rückfragen steht das der Fachdienst Veterinär- und Lebensmittelüberwachung des Landkreises Ludwigslust-Parchim zur Verfügung.

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