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Internationaler Museumstag Quetzin : Bienenmuseum im neuen Gewand

vom
Aus der Redaktion der Zeitung für Lübz – Goldberg – Plau

Fördervereinsvorsitzender Reinhard Neumann lädt morgen zum Internationalen Museumstag nach Plau-Quetzin ein

Morgen ist internationaler Museumstag und aus diesem Anlas bieten die Museen auch in unserer Region viele Veranstaltungen, Führungen und Vorträge an. Mit in diesem Reigen ist auch das Bienenmuseum in der Schau-Imkerei in Plau-Quetzin. Während die Imkerei von Marlies und Frank Bode betrieben wird, ist deren Vorgänger Reinhard Neumann jetzt als Vorsitzender des „Fördervereins Bienenmuseum Plau e.V.“ sehr aktiv im Museum tätig.

„Ist doch klar, dass wir zum Museumstag unsere vielen Imkerfreunde und Besucher überraschen wollen“, sagt Reinhard Neumann, den man durchaus als „Oberbiene“ bezeichnen kann. Denn Neumann ist seit Jahrzehnten als Verfechter dieser fleißigen Insekten bekannt und propagiert dies auf all möglichen Veranstaltungen und Messen. Das Bienenmuseum in Plau-Quetzin wird sich am Sonntag offiziell im neuen Gewand zeigen, das heißt „neue Stühle, neue Farbanstriche für Wände, Decken und Fußboden, neue Schauvitrinen, neue Videotechnik und so einiges mehr“, zählt Neumann auf. Der Weg dazu war schwer und benötigte vor allem viele Finanzen. Und so sind die 16 Vereinsmitglieder stolz, dass sie es ohne die nötigen Eigenmittel zu besitzen, geschafft haben, alles zu finanzieren. „Da sind etliche Sponsoren zu nennen, ohne die wir gar nicht das Museum betreiben könnten und vor allem die Leader-Förderung. Letztere hat uns immerhin 15500Euro zur Verfügung gestellt“, sagt Neumann und dankt auch der Norddeutschen Stiftung für Umwelt und Entwicklung, die sich mit 5000 Euro beteiligte.

 Um das Bienenmuseum weiter betreiben zu können, bedarf es auch künftig vieler Enthusiasten und so neben vielen anderen, sind vor allem Landwirte und Kleingärtner aufgefordert, diesen Verein zu unterstützen. So sollen die Exponate klare Beschriftungsschilder erhalten und eventuell bedarf es weiterer Lampeninstallationen, um die Exponate noch besser ins Licht rücken zu können.

Obwohl der Verein und das Bienenmuseum seit 2004 existieren, hat Reinhard Neumann bereits zuvor etliches angesammelt und bewahrt. So sind sehr interessante Exponate zu bestaunen. Historische Beuten und Schleudermethoden ebenso wie Mikroskop, Beatmungsgeräte und etliche Dokumentationen zur Geschichte der Imkerei. Viele kennen das süße Naturprodukt, den Honig – aber es gibt noch viele andere Produkte, die aus Honig bestehen. Viele Kosmetik- und Heilprodukte, sehr bekannt ist beispielsweise die Propolis, werden von den Verbrauchern sehr geschätzt und darüber wird in dem Museum ausführlich informiert.

 Gegen 13 Uhr wird es eine Filmvorführung geben, gezeigt wird der Streifen „More than Honey“ („Mehr als Honig“). Ein Film über die Bedeutung und Gefährdung der Bienen. Wussten Sie eigentlich, dass, wenn die Bienen aussterben, der Mensch vier Jahre später folgen würde?, das zumindest behauptete Albert Einstein. Eine andere Rechnung besagt, dass eine Biene etwa drei Mal um die Erde fliegen muss, um 500 Gramm Honig zu produzieren. Neben diesen Hinweisen kann man historische Bienenbehausungen bestaunen und sich auch über moderne Techniken informieren. Übrigens, in Plau leben derzeit rund 220 Bienenvölker, zu einem Volk gehören zwischen 50 000 und 60 000 Bienen, eine durchaus fleißge Gesellschaft.

Das  lange Imkerleben Neumanns währt nun schon seit seinem dritten Lebensjahr. Da war er der „Laufbursche“ bei seinem Vater, der als Imker tätig war. „Ich habe die Waben hin und her getragen“, erinnert sich Neumann heute und als Achtklässler verfügte er bereits über seinen ersten eigenen einachsigen Bienenwagen. So hat der heute 70-Jährige  sich vor allem durch die Praxis sein Wissen angeeignet, ergänzt durch das Studium sowie unzählige Lehrgänge und Konsultationen. Dieses Wissen gibt er nun weiter, zum einen beim Förderverein Bienenmuseum, zum anderen an seine Nachfolger Marlies und Frank Bode und an die Jugend während der Arbeitsgemeinschaft Junge Imker in Plau und durch Vorträge an Schulen und anderen Einrichtungen.

 

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erstellt am 21.Mai.2016 | 16:00 Uhr

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