Lübz : Bewohner sauer: Hecke mutwillig zerstört

Fassungslos ist Reinhold Meissner, dass seine über viele Jahre gehegte und gepflegte Buchsbaumhecke derart massakriert wurde.
1 von 2
Fassungslos ist Reinhold Meissner, dass seine über viele Jahre gehegte und gepflegte Buchsbaumhecke derart massakriert wurde.

Ehepaar ärgert sich über zerfledderten Buchsbaum vor seinem Haus.

23-11367838_23-66131022_1416472762.JPG von
10. März 2018, 05:00 Uhr

Das Eis auf der Elde ist (fast) weg. Und mit ihm vielleicht auch jene Gruppe von Kindern, die davon in den vergangenen Tagen wie magisch angezogen wurden. „Nachmittags nach der Schule kamen sie her zum Spielen“, erzählt Marlies Meissner. Mit ihrem Mann Reinhold wohnt sie oberhalb der Lübzer Schleuse im letzten Haus, das direkt an der Elde liegt. Aus dem Fenster konnten die beiden die Gruppe der etwa Acht- bis Zwölfjährigen beobachten.

„Und das haben wir oft auch getan. Einfach, weil wir Angst hatten, dass die Jungen ins Eis einbrechen.“ Immerhin, zur Schleuse, die kaum 30 Meter entfernt ist, war die Elde offen. Ebenso zur anderen Seite. „Mehrmals haben wir ihnen gesagt, dass das gefährlich ist“, sagt Reinhold Meissner, doch die Jungs habe das überhaupt nicht interessiert. Vielmehr suchten sie Steine, Äste, die sie aufs Eis warfen, schließlich einen Kasten, den sie am gegenüberliegenden Ufer bei den Eldeterrassen fanden. „Auch da hat mein Mann mit den Jungen geredet. Ganz ruhig. Hat ihnen erklärt, dass das nicht in Ordnung ist, die Steine und Äste für die Schiffe und Boote, die schon bald wieder hier durchfahren, gefährlich werden können“, sagt Marlies Meissner. Auch das habe nicht wirklich gefruchtet. „Als die Jungs dann aber mit kleinen Granit-Steinen ankamen, hatten die Rentner genug. „Ich war mir sicher, dass sie die aus irgendeiner Auffahrt geklaubt haben mussten und hab sie samt Steinen zurückgeschickt“, erzählt Reinhold Meissner. Als er dann noch fallen ließ, dass die Polizei auf dem Weg sei, um zu sehen , was die Jungen an der Elde treiben, nahmen die die Füße in die Hand. Die Meissners hatten die Polizei nicht informiert, aber der Bluff funktionierte.

Das Ehepaar hat (bislang) auch von einer Anzeige wegen Vandalismus abgesehen. Schweren Herzens. Doch Marlies Meissner weiß, wovon die spricht, als sie sagt: „Wir waren als Kinder auch keine Engel. Aber anderer Leute Sachen haben wir nicht kaputt gemacht.“

Gesehen haben sie es nicht, doch sie und ihr Mann vermuten, dass es auch die Jungen waren, die die Buchsbaumhecke vor ihrem Haus kaputtgemacht haben. 2003, also bald nachdem das Ehepaar nach Lübz gezogen war und sich das Häuschen am Wasser gekauft hatte, hatte Reinhold Meissner die Hecke gepflanzt. „Ganz kleine Pflanzen waren das. Mein Mann hat die Hecke gehegt und gepflegt, die Kanten immer sauber geschnitten. Sportbootfahrer haben sogar Fotos gemacht, weil es so schön aussah“, sagt Marlies Meissner.

Schön aussehen tut die Hecke nun nicht mehr. Sie ist zerfleddert, viele Äste sind abgebrochen… „Wie gesagt, wir wissen nicht, ob es die Jungen waren, vermuten es nur. Aber eines muss ich sagen. Kinder machen Dummheiten und viele sieht man ihnen auch nach. Aber dies ist richtig böse.“

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen