Polizeiwarnung : Betrüger kennen keine Ferien

Der Schock nach dem Urlaub ist groß: Einbrecher hatten die Abwesenheit genutzt.
Der Schock nach dem Urlaub ist groß: Einbrecher hatten die Abwesenheit genutzt.

Polizei appelliert, rechtzeitig Vorsorge für einen sicheren und damit erholsamen Urlaub zu treffen / Wachsamkeit auch am Ziel gefordert

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22. Juni 2015, 21:19 Uhr

Wer hofft, dass Langfinger und dreiste Betrüger in den kommenden Wochen eine Sommerpause einlegen, könnte enttäuscht werden. Die Kriminalstatistik  der Polizei  spricht eine andere Sprache:  Im vergangenen Jahr wurden im gesamten Landkreis beispielsweise 169 Einbrüche in Einfamilienhäuser bzw. Wohnungen registriert. Und die Täter nutzten dabei mitunter ganz bewusst die Ferienzeit für ihre Diebeszüge.

Die Kriminalpolizei konnte einen Teil dieser Einbrüche zwar aufklären und die ermittelten Tatverdächtigen der Justiz zuführen, dennoch sitzt der Schock auch lange nach solch einem  Ereignis bei den betroffenen Opfern tief, zumal jeder Einbruch ein direktes Eindringen in die unmittelbare Privatsphäre bedeutet. „Langfinger“ sind immer darauf bedacht, unbeobachtet und schnell an das Eigentum anderer zu gelangen. Dabei nehmen sie auch große Sachschäden, die sie häufig hinterlassen, billigend in Kauf. Ihnen ist es nicht wichtig, ob und wie Opfer solch ein Ereignis erleben bzw. verarbeiten. Sie nutzen jede sich bietende Gelegenheit zu jeder Jahreszeit und sind dementsprechend auch in der Urlaubszeit aktiv. Das gilt gleichermaßen für Betrüger und Trickdiebe. Deshalb applelliert die Polizei :  Zur Urlaubsvorbereitung sollten neben Sonnencreme, Badehose und Sonnenbrille auch Aspekte der eigenen Sicherheit zählen, damit die schönste Zeit des Jahres nicht mit einer bösen Überraschung endet.

Bei der Urlaubsvorbereitung sollte sich deshalb jeder mit drei grundlegenden Fragen auseinandersetzen: Was muss ich auf dem Weg zum Urlaubsort beachten? Mit welchen Tricks sollte ich als Tourist im Urlaubsort immer rechnen? Wie hinterlasse ich mein Zaus, um vor einem Einbruch weitestgehend geschützt zu sein?

Sichere Zeichen für eine Abwesenheit nehmen Einbrecher gern als willkommene Einladung an. Dazu zählen überquellende Briefkästen, nicht gemähte Rasenflächen, über Wochen heruntergelassene Rollläden oder zugezogene Vorhänge und entsprechende Mitteilungen auf dem Anrufbeantworter bzw. in sozialen Netzwerken wie facebook. Die Polizei rät:  Bitten sie Freunde, Verwandte oder vertraute Nachbarn ihr Haus bzw. Wohnung „bewohnt“ erscheinen zu lassen. Dazu gehört, u.a.  Rollläden und Vorhänge in unregelmäßigen Zeiten betätigen lassen. Auch das Licht sollte zu unterschiedlichen Zeiten im Haus brennen und der Briefkasten täglich geleert werden. Diese Maßnahmen können aber nur dann erfolgreich sein, wenn zuvor alle Türen und Fenster ordnungsgemäß verschlossen bzw. verriegelt wurden. Wohin mit zurückgelassenen Wertgegenständen wie Schmuck oder Wertpapiere? Eine Möglichkeit sind sichere Wertbehältnisse, die an einer versteckten Stelle der Wohnung fest verankert werden. Gegebenenfalls könnte man über die Anmietung eines Bankschließfaches nachdenken. Auch auf Reisen ist man vor Langfingern leider nie sicher. Überall, wo Gedränge herrscht – zum Beispiel auf Flughäfen und Bahnhöfen –  muss man mit Taschendieben rechnen. Geld, Kreditkarten und Reisepapiere deshalb in Innentaschen der Bekleidung verwahren bzw. Handtaschen vor dem Körper tragen. Gepäckstücke sollte man auch kurzzeitig nicht unbeaufsichtigt lassen. Bei Reisen mit dem Auto gilt: Beim Parken auf Tank- und Rastanlagen immer den Zündschlüssel abziehen. Reisenden mit Wohnmobilen und Wohnwagengespannen wird empfohlen, nicht auf Rast- und Parkplätzen zu übernachten.  Weitere Informationen zum Thema  „Sicherheit im Urlaub“ sind im Internet unter www.polizei-beratung.de zu finden.
 

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