Friedrichsruhe/Parchim : Beschilderung verunsichert

Widerspruch:  Schrankenanlagen und Gefahrenzeichen.
Widerspruch: Schrankenanlagen und Gefahrenzeichen.

An den beschrankten Bahnübergängen in Friedrichsruhe und Parchim stehen die falschen Gefahrenzeichen

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03. Januar 2016, 17:58 Uhr

Wer sich in Friedrichsruhe den beiden örtlichen Bahnübergängen am Bahnhof oder auf der Dorfstraße nähert, ist gleichermaßen verunsichert: Gefahrenzeichen 151 weisen unmissverständlich darauf hin, dass unbeschrankte Bahnübergange bevorstehen. Die dreieckigen Schilder sind beidseitig am Straßenrand in Höhe von weißen, hochformatigen Warnbaken mit drei Strichen montiert, also bereits in 240 Meter Entfernung. Und das, obwohl seit Monaten beide Schrankenanlagen von der Straßenverkehrsbehörde offiziell abgenommen sind und auch bestens funktionieren. In stündlicher Folge passieren täglich jeweils 17 ODEG-Züge auf der Fahrtstrecke Parchim – Rhena (Regionalbahn RB 13) in beiden Fahrtrichtungen diese Übergange. Ihr Nahen wird durch Signaltöne und rote Stopplichter angekündigt, bevor sich die Halbschranken senken.

Als die beiden Anlagen noch nicht in Betrieb waren, hatten die Gefahrenzeichen durchaus ihre Berechtigung. „Die Beschilderung an beiden Bahnübergangen hat die Straßenbauverwaltung des Kreises übernommen“, stellte Uwe Kröger klar. Offenbar, so der Bürgermeister, habe sich die aktuelle Lage aber noch nicht bis dahin herumgesprochen. „Wir werden darauf hinweisen.“

Glasklar dagegen ist die Lage am Parchimer Bahnübergang am Gewerbegebiet „Möderitzer Weg“. Hier quert die Kreisstraße PCH 20 die Gleise. „Zuständig für die Beschilderung dort ist der Kreis“, betonte Bernd Langwasser vom Fachdienst 66 (Straßen und Tiefbau) auf SVZ-Anfrage. Der Landkreis werde die betreffende Straßenmeisterei umgehend anweisen, die Beschilderung zu aktualisieren.

ODEG-Marketingleiterin Dietmute Müller erinnerte im SVZ-Gespräch daran, dass die Gleistrassen der DB-Netz AG gehören und lediglich von der ODEG gemietet seien. Die Installation von beschrankten Bahnübergangen sei unter der Regie der AG erfolgt.

Die ODEG als größte Eisenbahngesellschaft Ostdeutschlands betreibt auf einem Netz von 1200 Kilometern mit mehr als 40 Zügen elf Linien. Pro Jahr werden elf Millionen Zugkilometer absolviert und fast 18 Millionen Gäste befördert. Dabei erzielt die ODEG mit ihren 420 Mitarbeitern einen Jahresumsatz von 140 Millionen Euro.

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