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Lübzer Weihnachtstaucher versenken Tannenbaum : Bescherung mit Blubb

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Eisigkalt, aber nur eine millimeterdünne Eisschicht – das erlebten die Lübzer Tauchsportfreunde kürzlich bei ihrem Weihnachtstauchen. Jetzt hoffen sie für das Frühjahr auf mehr Eis.

svz.de von
erstellt am 18.Dez.2012 | 10:22 Uhr

Broock/Lübz | Beinahe hätte das in der Nacht zuvor einsetzende Tauwetter das Vorhaben der heimischen "Weihnachtstaucher" zunichte gemacht. Doch beim mittlerweile dritten Versuch konnten Tauchsportfreunde des Lübzer Sportvereins und begeisterte Zuschauer an der Badestelle Broock endlich einen Hauch von Eistauchen erleben. Pünktlich um 11 Uhr waren Tauchlehrer Jürgen Frehse und seine Mitstreiter an ihrer Tauchbasis empfangsbereit. Einladend loderten Feuerschalen neben einem geschmückten Tannenbaum, auf dem Grill schmorten die ersten Bratwürste und auch Glühwein war heiß, um den Gästen die Wartezeit so angenehm wie möglich zu machen. Schließlich dauert es seine Zeit, bis Gerätetaucher in ihre hautenge Montur geschlüpft sind und das lebensnotwendige Equipment überprüft und angelegt haben. Schon hierbei wurde jedem Zuschauer klar, dass Tauchsport ein Gruppensport ist, obwohl ein jeder für sich und seine Ausrüstung selber verantwortlich bleibt.

Christian Rieß indes war vorsorglich bereits in voller Montur angereist und übernahm in seinem "kuschligen" Trockentauchanzug das Versenken des heutigen Tauchziels in drei Meter Wassertiefe. Von den mit Knicklichtern beleuchteten Zweigen des abgetauchten Weihnachtsbaums wollten sich anschließend fünf mutige Männer und eine Frau eigenhändig eine "herzerwärmende Kleinigkeit" als Trophäe pflücken. Nach dem Gruppenfoto der Sportler und Fans an Land stapften die so genannten Froschmänner durch den knöcheltiefen Schnee zu ihrem Element. Erst in hüfttiefem Wasser legten sie ihre Flossen an. Die drolligen rot-weißen Zipfelmützen ließen die Lübzer Weihnachtstaucher diesmal am Strand. Auch Tauchlehrer Frehse blieb wegen einer Erkältung lieber auf dem Trockenen. Er könne sich voll und ganz auf seine mittlerweile mit einem oder sogar zwei Sternen zertifizierten Tauchsportfreunde verlassen, betonte der Lübzer Unternehmer. Auch Helmut Siegert, der älteste unter den regelmäßig aktiven Tauchsportfreunden, war mit von der Partie. Gerade erst 60 geworden, fühlt er sich immer noch topfit. Mit zarten 14 Lenzen die Jüngste mit gültigem Tauchschein ist Hanna Schröder, die an der Seite dreier männlicher Mitschüler den allerersten von Tauchlehrer Frehse am Lübzer Gymnasium angebotenen Tauchkurs konsequent durchhielt.

Bei der Rückkehr vom Weihnachtstauchgang, der diesmal endlich eine Ahnung von Tauchabenteuer unter leider nur millimeterdickem Eis gestattete, überraschten die Ab- und nach wenigen Minuten aus den kalten Fluten wieder Aufgetauchten ihren diesmal zum Verzicht gezwungenen Tauchlehrer mit Fläschchen direkt vom Taucher-Weihnachtsbaum. Vor einem Jahr war Frehse nämlich leer ausgegangen, während er das Treiben seines Tauchernachwuchses unter Wasser filmisch zu dokumentieren versuchte. Einen Ausblick auf die traditionell im Becken der "Oase" Ende Januar beginnende Tauchsaison 2013 blieben die Lübzer bei ihrem öffentlichen Jahresabschluss auch nicht schuldig. So wollen sie ihre bewährten Schnuppertauch- und Qualifizierungs-Angebote (bei Interesse luebzer-sv.de oder Telefon: 0172-3903720) erstmals um ein "Taucherlager" zu Pfingsten oder um den Herrentag erweitern. Diesem Vorhaben kommen obendrein jene Umbaupläne sehr entgegen, die ihnen Randolf Beck - Inhaber der Lübzer Traditionsgasstätte "Alter Amtsturm" und Pächter der Versorgungseinrichtung am Broocker Badestrand - gerade offenbarte. Auch Gerd Holger Golisz von der Amtsverwaltung Eldenburg Lübz zeigte sich bei dieser privaten Begegnung mit den sympathischen Lübzer Tauchsportfreunden und ihrem Partner angetan von deren Aktivitäten. Was die tauchbegeisterten Lübzer betrifft, so verabredeten sie übrigens gleich für den bevorstehenden Jahresauftakt, einen "richtigen Eistauchgang nach allen Regeln der Kunst" zu unternehmen, wenn denn das Eis vor dem Broocker Badestrand vielleicht im Februar tragfähige Dimensionen erreichen sollte.

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