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Zeitung für Lübz, Goldberg, Plau

15. Dezember 2017 | 05:39 Uhr

Kultur : Bei Neptuntaufe keine Gnade

vom
Aus der Redaktion der Zeitung für Lübz – Goldberg – Plau

Auch beim 23. Quetziner Strandfest gab es viel Spaß für Besucher jeden Alters. Reinhard Neumann ist in diesem Jahr Kartoffelkönig.

von
erstellt am 07.Aug.2017 | 06:00 Uhr

Das Quetziner Strandfest, gemeinsam von der Gaststätte Zum Richtberg und dem örtlichen Siedler- und Heimatverein veranstaltet, ist mittlerweile eine erfolgreiche Tradition des Ortes, die sich auch viele Auswärtige nicht entgehen lassen.

Von Freitag letzter Woche bis gestern fand es zum 23. Mal statt. Nach Auskunft des Vereinsvorsitzenden Jürgen Patzig entstand die Idee dazu bei der 775-Jahr-Feier der bereits im Jahre 1170 gegründeten Siedlung Quetzin. In den ersten drei Jahren übernahmen verschiedene Gastwirte die Organisation, ehe sich auch der Siedler- und Heimatverein einbrachte. „Wir verzeichnen einen stetig wachsenden Zulauf“, sagt Patzig sichtlich erfreut. Seit bereits 19 Jahren ist er Vereinsvorsitzender. Von Anfang an – in diesem Jahr also zum 23. Mal – vollzieht er in lustiger Verkleidung und mit seinem Gefolge, den Häschern, die so genannte „Neptuntaufe“. Dabei greifen sich seine Begleiter vor allem Kinder, aber auch oft ahnungslose Erwachsene aus dem großen, umstehenden Publikum, die zu Patzig geführt werden.


Nach Getränkemix voll bekleidet ins Wasser


Nachdem zwei kleine Nixen die Auserkorenen im Gesicht mit Schlagsahne besprüht haben, bekommen sie aus einer Kelle einen großen Schluck seltsam schmeckenden Getränkemix. Danach wird der Täufling „dem Meer übergeben“, was bedeutet, dass er ins Wasser geworfen wird. Versöhnliches Ende ist die Übergabe eines Taufscheins. Die Neptuntaufe gehört wie das Inselschwimmen mit zwei Durchgängen zu den größten Höhepunkten des Festes. Bei zweitgenannter Veranstaltung traten acht Teilnehmen bei der langen (1200 Meter, Siegerin: Andrea Tschersich aus Ravensburg) und neun bei der kurzen Distanz (halb so lang, Sieger: Jonas Kröger aus Quetzin) an. Jüngster Teilnehmer war Leo Klöpfel aus Rostock.

Als günstig habe sich ungeachtet der immer aufgebauten Unterstellmöglichkeiten das nicht beeinflussbare Thema Wetter erwiesen: Durchgängig Regen etwa gab es bisher noch nie, höchstens mal einen Schauer.

Gestern gab es (ebenfalls wie immer) noch einen Wettkampf mit dem Leistener Heimatverein zu bestehen, bei dem sich der Verlierer die Aufgabe für das nächste Jahr überlegen muss. „Dabei sind wir unter anderem schon mit Kajaks gepaddelt und haben im See nach Körben getaucht“, erzählt Patzig. „Es ist stets ein spaßig-sportlicher Wettbewerb, der bei allen für gute Laune sorgt.“

Bereits am Mittwoch waren der Vereinsvorsitzende und Bürgermeister Norbert Reier durchs Dorf gegangen und hatten in 15 Privatgärten für einen Wettbewerb eine Kartoffelstaude aus dem Boden gezogen, um die größte einzelne Knolle und das größte Volumen sich aus allen Kartoffeln einer Staude ergebende Volumen zu ermitteln. Sieger waren Patzig selbst (nirgends wuchs eine größere Knolle) und Reinhard Neumann.

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