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Zeitung für Lübz, Goldberg, Plau

16. Dezember 2017 | 23:37 Uhr

Lübz : Bei Gartenarbeit Riesenraupe entdeckt

vom

Edith Böckler staunte nicht schlecht: Ihr krabbelte plötzlich eine gut sechs Zentimeter lange, achtgliedrige und mit kleinen Füßen bestückte Raupe mit dem Durchmesser eines dicken Kugelschreibers entgegen.

svz.de von
erstellt am 16.Aug.2013 | 06:59 Uhr

lübz | Edith Böckler staunt nicht schlecht, was sie nach dem Entfernen von Efeuranken und Unkraut beim Zusammenharken in den Blättern findet: Ihr krabbelt plötzlich eine gut sechs Zentimeter lange, achtgliedrige und mit kleinen Füßen bestückte Raupe mit dem Durchmesser eines dicken Kugelschreibers entgegen. "So etwas hatte ich noch nie gesehen", sagt die passionierte Gärtnerin. "Auch ein von mir gefragter ehemaliger Biologielehrer wusste keinen Rat. Schon wegen der Größe vermutete ich spontan einen Exoten."

Sofortigen Rat wusste der Schmetterlingspark Klütz schon nach der Beschreibung des Tieres am Telefon. Demnach handelt es sich um die Raupe des "Mittleren Weinschwärmers", die bis zu acht Zentimeter groß werden kann. Jung ist sie grün, später braun und kurz vor der Verpuppung braunschwarz. Der kleine Kopf wird bei Gefahr in das dicke Bruststück eingezogen. Es hat auf jeder Seite zwei große Augenflecken, die das Tier dem Schmetterlingspark zufolge bedrohlich erscheinen lassen und zum Beispiel möglichst auch Vögel abschrecken sollen. "Der Dschungel vor der Haustür", so ein Mitarbeiter scherzend. Die Falter erreichen schließlich eine Flügelspannweite von 45 bis 60 Millimetern mit olivgrünen Vorderflügeln, bei denen der Vorderrand dünn pink gefärbt ist und auf denen drei pink bis blass violette, leicht schräge Binden erkennbar sind. Die Hinterflügel sind pink und haben am Ansatz eine schwarze Binde, der Körper ist olivgrün und pink gefärbt (Quelle: Wikipedia).

Edith Böckler hat die Raupe wieder im Garten ausgesetzt und weiß nun, dass entweder ihre Fuchsien oder ihr Wein vielleicht mit dazu beigetragen haben, dass das ihr bis jetzt unbekannte Tier den Garten der Rentnerin als Lebensraum gewählt hat. Ein weiteres besonderes Erlebnis tierischer Natur hatte sie bereits vor gut zehn Tagen, als sie sich plötzlich einer so genannten Wespenspinne gegenüber sah: "Sie erschien mir ungewöhnlich groß und hatte als Zeichnung das Bild einer Wespe auf dem Rücken."

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