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Draisinenstrecke nahe Below : Beherzt: Urlauber verhindern Waldbrand

vom

Gegen 11 Uhr ertönten in Dobbertin, Goldberg, Techentin und Mestlin die Sirenen, wenig später auch in Diestelow. Urlauber hatten von der Draisinenstrecke einen entstehenden Waldbrand bei Below gemeldet.

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erstellt am 23.Jul.2013 | 04:57 Uhr

Below/Schlowe | Gegen 11 Uhr ertönten in Dobbertin, Goldberg, Techentin und Mestlin die Sirenen, wenig später auch in Diestelow. "Urlauber haben von der Draisinenstrecke einen entstehenden Waldbrand bei Below gemeldet", hieß es aus der Integrierten Leitstelle Westmecklenburg.

Die ersten Wehren trafen sich an dem einstigen Bahnübergang zwischen Dobbertin und Below, der heute von den Draisinenfahrern genutzt wird. Von Rauch oder gar Feuer weit und breit nichts zu sehen. Die Suche begann und nachdem man in Below Revierförster Uwe Linke traf, war das Ziel klar. Der Revierförster setzte sich mit seinem Geländewagen an die Spitze und alles folgte ihm querfeldein durch den Wald. An einer Stelle wurde die Draisinenstrecke überquert und da waren auch Urlauber, die den weiteren Weg wiesen.

Rund 150 Meter vom Übergang entfernt trafen die Kameraden auf die Urlauberfamilie Schreckenbach aus Sachsen und auf eine etwa 20 Quadratmeter große Brandfläche. Das Feuer hat die Familie, unter ihnen Dietmar Schreckenbach, entdeckt; und da Dietmar Schreckenbach selbst Feuerwehrmann ist, tat er das richtige. "Ich habe einen breiten, mit Laub bedeckten Ast, als eine Feuerpatsche verwendet und das Feuer damit bekämpft", sagt der Urlauber. Die nötigen Restlöscharbeiten haben dann die Kameraden übernommen. Entstanden ist das Feuer vermutlich durch die Sonneneinstrahlung auf einen Scherbenhaufen, den die Kameraden zur Sicherheit eingegraben haben.

Im Revier herrscht derzeit die Waldbrandwarnstufe III und Revierförster Linke lobte das beherzte Eingreifen. "Andere melden vielleicht und warten dann auf die Feuerwehr, hier wurde sofort richtig gehandelt und damit großer Schaden verhindert", sagt der Forstexperte. Auf Grund der Trockenheit wäre das sonst ein großer Einsatz mit schweren Folgen geworden. So konnten die einen beruhigt mit ihren Draisinen weiterfahren und die Kameraden abrücken. Die Diestelower kamen nicht mehr zum Einsatz, sie waren mit ihrem Tanklöschfahrzeug angefordert worden, da die Goldberger derzeit über kein wasserführendes Auto verfügen.

Gegen 14.30 Uhr brannte ein Stoppelfeld nahe Ziegendorf, welches von den Kameraden der dortigen Wehr gelöscht werden konnte; andere Wehren brachten nicht mehr nachalarmiert werden.

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