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Zeitung für Lübz, Goldberg, Plau

18. Dezember 2017 | 08:10 Uhr

LUP will partizipieren : Begehrlichkeiten geweckt

vom
Aus der Redaktion der Zeitung für Lübz – Goldberg – Plau

Breitbandausbau: Bund will ihn deutschlandweit mit über zwei Milliarden Euro fördern. Landkreis hat Restflächen im Blick

Das Rennen um Fördermittel zum Breitbandausbau in für die freie Wirtschaft unrentablen Regionen geht weiter. Wie Landrat Rolf Christiansen auf der Beratung des Bauernverbandes Parchim erklärte, werde der Kreis versuchen, bis Ende April Restflächen für die Förderung durch das Bundesprogramm anzumelden. Drei Gebiete wurden bereits eingereicht. Dazu gehören Gemeinden im Amt Eldenburg-Lübz (SVZ berichtete).

Mit über zwei Milliarden Euro will der Bund den Ausbau des schnellen Internets fördern. Allerdings würde das Geld nicht einmal ausreichen, um in 99 Prozent der Gebäude in Mecklenburg-Vorpommern Glasfaserkabel zu legen. Allein für den landesweiten Breitbandausbau wären 2,3 bis 2,4 Milliarden Euro nötig, so Christiansen. Eigentlich bräuchte also unser Land allein die Bundes-Milliarden. Laut Landrat wurden beim ersten Aufruf des Programms die meisten Projekte aus den neuen Bundesländern, auch aus MV, eingereicht. Das habe u.a. in Bayern Begehrlichkeiten ausgelöst. „Unsere Landesregierung geht davon aus, dass sich die Förderbedingungen zu unseren Ungunsten ändern“, so der Landrat.

Alle genehmigten Projekte werden vom Land gegenfinanziert, weiß Christiansen. Um bis 2025 MV komplett mit Glasfaserleitungen auszubauen, ist angekündigt, dass das Land auch nach Auslaufen des Bundesprogramms Geld aufbringen wird. Wobei man versuchen will, private Geldgeber mit ins Boot zu holen.

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