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Neue Verordnung im Amtsbereich : Bald Pflicht: Kastration von Katzen

vom
Aus der Redaktion der Zeitung für Lübz – Goldberg – Plau

Amtsausschuss Goldberg-Mildenitz beschließt neue Verordnung und ist damit Vorreiter im Landkreis

Das Amt Goldberg-Mildenitz kann mit der neuen „Verordnung über die Kastrations- und Kennzeichnungspflicht für Freigänger-Katzen“ im Landkreis Ludwigslust-Parchim eine Vorreiterrolle einnehmen. Grund: Der Amtsbereich rund um Goldberg wäre der erste im gesamten Landkreis, der eine solche Verordnung erlässt. „Wir müssen jetzt Nägel mit Köpfen machen. Ich sehe diese Satzung als dringend notwendig an“, sagte Amtsvorsteher Hans-Helmut Gertz bei der Amtsausschusssitzung am Montagabend in Goldberg. Erneut hat es im Amtsbereich Goldberg-Mildenitz einen Fall von zu vielen Katzen in einem Haushalt gegeben. „Mehr als 50 Katzen hat die ältere Damen bei sich zu Hause aufgenommen und ist sichtlich überfordert damit“, erläutert der Amtsvorsteher. Damit das Amt nicht irgendwann vor einer Katzenschwemme steht, müsse jetzt gehandelt werden.

Der Deutsche Tierschutzbund befürwortet solche Verordnungen – deutschlandweit. Neben der Hansestadt Rostock wäre der Amtsbereich Goldberg-Mildenitz das zweite Gebiet in Mecklenburg-Vorpommern, das eine solche Satzung erlässt. Nicht alle Amtsausschussmitglieder sind von der Verordnung überzeugt. „Ich finde, dass wir damit einfach zu weit gehen“, warf Dobbertins Bürgermeister, Dirk Mittelstädt, ein. Vor allem würden auch solche Katzenhalter eingeschränkt, die Rassekatzen züchten. „Es gibt in der Satzung Ausnahmeregelungen, die sich explizit auf die Zucht beziehen“, verdeutlicht Marko Kinski, Leitender Verwaltungsbeamter des Amtes. Die Verordnung sieht vor, dass alle Katzen, die sich außerhalb der Wohnung aufhalten, also Freigänger-Katzen sind, vom Tierarzt kastriert und gekennzeichnet werden müssen. Die Kennzeichnung erfolgt durch einen implantierten Mikrochip/Transponder. Des Weiteren müssen diejenigen Einwohner, die herumstreunende Katzen füttern und damit anlocken, diese ebenfalls kastrieren und kennzeichnen lassen. Wenn das Ordnungsamt bzw. das Veterinäramt einen Nachweis verlangt, muss dieser vorgelegt werden (Tierarztrechnung, Attest). Ausnahmen müssen beantragt werden. Wer gegen die Satzung verstößt, begeht laut Verordnung eine Ordnungswidrigkeit und muss mit einer Geldbuße von bis zu 5000 Euro rechnen.

Letztendlich haben die Kommunalpolitiker am Montagabend mit fünf Ja-Stimmen (vier Enthaltungen) die Beschlussvorlage angenommen. Jetzt muss nur noch die Kommunalaufsicht des Landkreises zustimmen. „Wir werden sehen, wie die Satzung angenommen wird. Sicher ist, dass die neue Satzung fürs Ordnungsamt mehr Arbeit bedeuten wird“, warf der Amtsvorsteher abschließend ein.

 

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